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St. Martin setzt neue Hygienefachkraft ein

Die soll in der Corona-Krise helfen, schneller und günstiger an dringend benötigte Schutzmittel zu kommen. Doch einfach ist das nicht.

Gibt es genug Schutzmasken und Einmalhandschuhe bei der Diakonie St. Martin? Eine Hygienefachkraft kümmert sich jetzt um die Bedarfsermittlung.
Gibt es genug Schutzmasken und Einmalhandschuhe bei der Diakonie St. Martin? Eine Hygienefachkraft kümmert sich jetzt um die Bedarfsermittlung. © dpa/Keystone

Der Bedarf an Desinfektionsmitteln, Handschuhen und Atemschutzmasken bei der Diakone St. Martin ist riesig. Entsprechend groß sind die Bemühungen, endlich ausreichend davon zu beschaffen. Um dies zu vereinfachen wurde eine extra Stelle geschaffen.

Engpass vor allem bei Atemschutzmasken

Seit Kurzem kümmert sich bei der Diakonie St. Martin eine Hygienefachkraft darum, den aktuellen Bedarf an Schutzmitteln aus den verschiedenen Bereichen zu erfragen und Quellen für deren Bezug zu recherchieren. Nach Angaben von Diakonie-Sprecherin Doreen Lorenz werden täglich insgesamt 3.000 Menschen von den Mitarbeitern begleitet, gepflegt und betreut. Allein in den Altenpflegeheimen gibt es 511 Pflegebedürftige. Hinzu kommen etwa 400 stationäre Plätze in den Wohnstätten und Wohnpflegeheimen der Behindertenhilfe. Den Rest machen ambulante Klienten und Pflegebedürftige aus. Die Versorgungssituation ist laut Lorenz je nach Verbrauchsmaterial unterschiedlich kritisch. "Die Masken sind in der Regel nur einmal verwendbar. Deshalb herrscht hier ein besonders großer Bedarf." Entspannung soll die sogenannte Frottana-Schutzmaske bringen. Der Handtuch-Hersteller aus Großschönau hat seine Produktion umgestellt und steht kurz vor der Zertifizierung seiner Masken als Bakterien- und Virenschutz.

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Desinfektionsmittel wurden nachgeliefert

Sonst gestaltet sich die Bestellung von Schutzmaterialien aber recht schwierig, da sich die Anbieter nicht auf bestimmte Lieferzeiten festlegen lassen wollen. "Selbst wenn man mehrere Bestellungen aufgegeben hat bedeutet dies nicht automatisch, dass man in der nächsten Woche eine ausreichende Stückzahl geliefert bekommt", erklärt die Diakonie-Sprecherin. Etwas besser sieht es bei den Desinfektionsmitteln aus. Doreen Lorenz spricht von einer "leichten Entspannung", da die Bestände in den Häusern noch ausreichend seien und man inzwischen kleinere Mengen nachgeliefert bekommen habe. Man vertraue zudem auf die Ankündigung von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping, die eine schnelle Lösung zur Unterstützung der Alten- und Behindertenhilfe versprochen hatte.

Mehr Effizienz in der Materialbeschaffung

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Die neue Hygienefachkraft soll all diese Aktivitäten im Blick behalten und zum Wohle der Diakonie St. Martin bündeln. Dazu zählen auch die in den Werkstätten selbst hergestellten Atemschutzmasken, ebenso neue Bestände, die von Privatpersonen, Firmen und diakonischen Partnern geliefert werden. "Wir denken, dass diese Stelle mehr Effizienz in die Materialbeschaffung bringt", so Doreen Lorenz.

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