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„Ich bin in ein Loch gerutscht“

Ilka Bessin hat sich die Cindy aus Marzahn abgeschminkt. Jetzt zeigt sie, wer sie wirklich ist. Auch in Dresden. 

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Am Dienstag las Ilka Bessin bei Thalia in Dresden aus ihrem Buch, im Dezember kommt sie mit ihrer Show in den Alten Schlachthof.
Am Dienstag las Ilka Bessin bei Thalia in Dresden aus ihrem Buch, im Dezember kommt sie mit ihrer Show in den Alten Schlachthof. © Gabo/Bessin/obs

Träumen Sie manchmal von Cindy?

Nee. So weit ist es noch nicht gekommen. Meine Zeit als Cindy aus Marzahn war toll, aber es war auch gut, die Rolle zu beenden. Wenn man zu viel Nutella isst, wird’s auch irgendwann eklig. Ich wollte nicht, dass das Publikum sagt: Geh weg, du bist nicht mehr lustig!

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Wo sind die pinken Jogginganzüge?

In einer Kiste. Nur meine erste Douglas-Tüte, mit der ich auf die Bühne gekommen bin, habe ich mir eingerahmt, die hängt jetzt in meinem Büro an der Wand.

Als Cindy aus Marzahn haben Sie viel Mut zur Hässlichkeit bewiesen. Was sind Ihre kleinen Eitelkeiten?

Ich habe immer Angst, dass ich stinke. Dicken wird ja nachgesagt, dass sie schnell schwitzen, das beschäftigt mich schon. Ich trainiere mit einem Personal Trainer, einfach weil ich sonst ins Fitnessstudio kommen, ’nen Milchshake trinken und wieder nach Hause gehen würde. Ich bin zu faul, aber es stört mich. Viel mehr stören mich aber Leute, die behaupten, super schnell abzunehmen. So leicht ist es nämlich nicht.

Bevor Sie Cindy wurden, waren Sie drei Jahre arbeitslos. Warum?

Es fiel mir immer schwerer, den Anschluss wieder zu finden. Nach vielen Jahren in der Gastronomie hatte ich meinen Job verloren und bin in ein Loch gerutscht. Ich habe nur noch gegessen, wurde immer dicker, war voller Selbstzweifel und ohne Bock auf nix.

Von da aus auf die Bühne, wie geht das?

Wenn man ganz unten angekommen ist, gibt’s eigentlich nur noch die Richtung nach oben. Ich wollte ursprünglich im Quatsch Comedy Club kellnern und wurde in die Quatsch-Talenteschmiede eingeladen. So fing alles an.

Inzwischen haben Sie ein Buch geschrieben. Wofür war das gut?

Es geht darum, wie ich groß geworden bin, Köchin wurde, super gern als Kellnerin gearbeitet habe und die Cindy entstand. Gastro und Bühne haben einiges gemeinsam. Das wollte ich alles mal aufschreiben.

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Absolut! Aber am liebsten mache ich ganz tolles Frühstück für meine Gäste. Ich mag, wenn sich die Menschen wohlfühlen.

Das Gespräch führte Nadja Laske.

Ilka Bessin kommt am 19. Dezember in den Alten Schlachthof Dresden, Vorverkaufspreis: 31,50 Euro. Tickets gibt es hier

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