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„Ich bin sehr glücklich, dass ihr jetzt frei seid“

Kamenz. Auf der Hutberg-Bühne gab es jetzt das lang erwartete Highlight – die Zeiten der freien Liebewurden beschworen.

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Etwas weniger, als erhofft, pilgerten die Menschen am Sonntagabend auf den Kamenzer Hutberg. Zum Woodstock-Revival-Festival wurde geladen, und alle, die kamen, wurden dennoch nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Bei überaus schönem Wetter traten Country Joe Mc Donald, Ten Years After, Iron Butterfly und Canned Heat auf und sorgten für prächtige Stimmung, die man auf der heutigen Seite 7 „Lausitzer Leben“ nachlesen kann. Doch nicht nur die Zuhörer waren von der Atmosphäre begeistert, auch die Künstler selbst. Die SZ sprach mit Fito de la Parra, dem Drummer der Gruppe Canned Heat.

Erinnerst Du Dich noch an das Woodstock-Festival 1969?

Na klar, perfekt sogar! Ich habe ja auch vor kurzem darüber ein Buch geschrieben mit all den Details. Wir waren die Woodstock-Nation.

Konntest Du ein Stück von dem Gefühl über all die Jahre hinweg konservieren?

Absolut, wir leben bis heute von dem Gefühl. Woodstock hat uns verändert, es gab uns eine andere Achtsamkeit gegenüber der Erde, der Freiheit, der Gleichheit – und natürlich auch der Liebe.

Wie fühlt es sich an, vor Menschen zu spielen, die in einem Staat gelebt haben, der Musik wie Eure verboten hat?

Wenn ich daran denke, kommen mir immer wieder die Tränen. Deutschland ist meine zweite Heimat geworden, ich bin heute bereits zum 106. Mal hier. Ich bin sehr glücklich, dass ihr jetzt frei seid, befreit von der Stasi und Honecker.

Gespräch: Maria Meister