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„Ich fühle mich siegessicher“

Winter-Zeit ist Radwechsel-Zeit: Beim SZ-Wettbewerb Mann gegen Frau kamen beide ordentlich ins Schwitzen.

01.00 Aufgewärmt von der ersten Runde greift Eric Lebelt schnurstracks zum Drehkreuz, lockert damit die Radbolzen. „Wichtig ist, sich eine ebene Fläche zum Reifenwechsel zu suchen. Auch darauf achten, dass Handbremse angezogen und der erste Gang drin ist“, rät Serviceberater Volker Ullrich. Derweil kurbelt der Autoverkäufer kräftig weiter, löst die Radsicherung. „Die hatte ich beim Nissan nicht“, bemerkt Konkurrentin Claudia Kaszuba. „Man kann diese auch nachrüsten“, sagt der Mitarbeiter vom Autohaus Gute Fahrt. Ungeachtet des Geredes greift Eric Lebelt nun zum Wagenheber.

Am elterlichen VW wechselt Eric Lebelt regelmäßig die Räder. Aber ohne Hast. Für den Testdurchgang braucht er 6 Minuten, 45 Sekunden.Text: Jane Pabst/Fotos: Alex Schröter
Am elterlichen VW wechselt Eric Lebelt regelmäßig die Räder. Aber ohne Hast. Für den Testdurchgang braucht er 6 Minuten, 45 Sekunden.Text: Jane Pabst/Fotos: Alex Schröter

02.00 Kurbeln, Kurbeln, Kurbeln. Eric Lebelt kommt ins Schwitzen, bleibt aber äußerlich ganz cool. „So viel Bewegung an frischer Luft bin ich sonst gar nicht gewohnt“, gesteht er. Das Kurbeln strengt an. Volker Ullrich betrachtet die Situation kritisch: „Das ist schon eine wackelige Sache. Stabiler und sicherer wäre es, einen Unterstellbock unters Fahrzeug zu stellen“, rät er. Nun löst Eric Lebelt die Bolzen. Das Rad ist ab, das neue kommt dran.

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03.00 Wieder ist Armkraft gefragt. Eric Lebelt muss die Bolzen anziehen. Er rotiert wie verrückt und findet: „Es läuft besser als vorhin.“ Tatsächlich liegt er gut in der Zeit. Das Winterrad ist nach 3 Minuten und 37 Sekunden gewechselt. Damit hat er beim zweiten Durchgang nur die Hälfte der Zeit gebraucht. „Ich hoffe, ich muss nicht ab sofort in der Werkstatt arbeiten?“, fragt er scherzend. Die Konkurrentin wird nervös.

01.00 „Ich bin noch vom ersten Durchgang geschafft“, jammert Claudia Kaszuba. Doch auch sie muss ein zweites Mal ran. Aber der Start ist nicht gut. „Oh nein! Das ist zu fest“, ruft sie. Die Sekretärin schafft es nicht, die Bolzen zu lockern. Hat der Konkurrent sie zu fest angezogen? Serviceleiter Volker Ullrich hilft und bemerkt: „Aber nur lockern, nicht herausschrauben.“ Die Zeit drängt.

02.00 In der Hektik findet Claudia Kaszuba die Einkerbung unter dem Audi A3 nicht. „Im Bordbuch steht, wo man den Wagenheber ansetzen muss“, sagt Volker Ullrich. Da Claudia aber keine Zeit zum Nachlesen bleibt, eilt der Konkurrent zur Hilfe. „Warum hab ich mir das nur angetan?“, murmelt sie vor sich hin. Das Kurbeln strengt an. Claudia keucht wie ein Ackergaul. Sie muss sich sputen, wenn sie noch gewinnen will. Nach 2 Minuten 51 ist das Winterrad endlich dran.

03.00 Endsport für die SZ-Sekretärin. Sie zieht die Bolzen fest. „Anstrengend. Ich hab noch nie mit einem Drehkreuz gearbeitet. Zu Hause habe ich die Räder mit etwas anderem gewechselt. Das war zum Zusammenstecken. Wie heißt das gleich?“, fragt sie. „Drehmomentschlüssel“, antwortet Volker Ullrich. Claudia hört nicht zu. „Warum flutschen die Bolzen nicht so schön?“, schimpft sie.

04.00 Jetzt noch den Wagenheber abmontieren und alles festzurren. Claudia mobilisiert die letzten Kräfte. Nach 4 Minuten 30 ist sie fertig. Verloren. Doch immerhin war sie anderthalb Minuten schneller als beim ersten Mal.