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„Ich habe in Cottbus bescheiden Görlitz vertreten“

Die Weihung der Cottbuser Schlosskirche zu einer Synagoge war etwas sehr Besonderes. Das fand auch der jüdische Musiker Alex Jacobowitz, der Mitglied im Görlitzer Förderverein Synagoge ist und sich hier vor einigen Jahren um den Aufbau einer jüdischen Gemeinde bemühte.

© Reuters

Von Ines Eifler

Die Weihung der Cottbuser Schlosskirche zu einer Synagoge war etwas sehr Besonderes. Das fand auch der jüdische Musiker Alex Jacobowitz, der Mitglied im Görlitzer Förderverein Synagoge ist und sich hier vor einigen Jahren um den Aufbau einer jüdischen Gemeinde bemühte. Als am Dienstag die Synagoge geweiht wurde, war Jacobowitz dabei. Ein Stück weit trug er sogar die Thora in Richtung des neuen Gotteshauses. „Ich empfinde es als sehr feierliche Angelegenheit, wenn in der ehemaligen DDR Judentum gefördert und gefeiert wird“, sagt er. „Vor allem am 27. Januar, dem Tag, an dem 1945 Auschwitz befreit wurde.“ Jude zu sein bedeute für ihn nicht nur, den Glauben zu teilen, sondern auch, einander zu unterstützen. „Die Rabbis aus Berlin und Dresden waren da, und ich habe ganz bescheiden Görlitz vertreten.“

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Jacobowitz wünscht sich, Cottbus möge ein Vorbild für Görlitz sein. Das Land Brandenburg hatte den Kauf der Kirche für die jüdische Gemeinde mit 600 000 Euro unterstützt. Cottbus hat allerdings eine fast 400 Mitglieder starke jüdische Gemeinde, während es in Görlitz mangels Juden keine gibt. Aber in Cottbus sorge auch der Stadtrat dafür, dass sich Juden willkommen fühlen, sagt Jacobowitz. Von dieser Offenheit könne sich Görlitz etwas abschauen.