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„Ich heiße Edward Snowden“

Der Geheimdienstenthüller ist grundsätzlich zu einem Gespräch mit deutschen Behörden bereit.

© dpa

Berlin. Bevor Edward Snowden gegenüber deutschen Stellen aussagt, will er zuerst seine Situation geklärt wissen. Das hat der ehemalige NSA-Mitarbeiter in einem nicht adressierten Schreiben klargemacht, das Hans-Christian Ströbele nach dem Treffen veröffentlichte und an Bundesregierung, Bundestag und Generalbundesanwalt weiterleitete. Darin heißt es unter anderem:

„Ich heiße Edward Joseph Snowden und war früher vertraglich bzw. über eine Direktanstellung als technischer Experte bei der National Security Agency (NSA), der Central Intelligence Agency (CIA) und der Defense Intelligence Agency (DIA) der Vereinigten Staaten beschäftigt. Im Zuge meiner Beschäftigung wurde ich Zeuge systematischer Gesetzesverstöße meiner Regierung, die mich aus moralischer Pflicht zum Handeln veranlassten. Als Ergebnis der Veröffentlichung dieser Bedenken sah ich mich einer schwerwiegenden und anhaltenden Hetze ausgesetzt, die mich zwang, meine Familie und meine Heimat zu verlassen. Obwohl das Ergebnis meiner Bemühungen nachweislich positiv war, behandelt meine Regierung das als Treuebruch und strebt danach, politische Meinungsäußerung zu kriminalisieren und unter Anklage zu stellen. Doch die Wahrheit auszusprechen ist kein Verbrechen.

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Ich hoffe, an der verantwortungsbewussten Faktenklärung mitwirken zu können (...), insbesondere was die Echtheit und Authentizität von Dokumenten betrifft. Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen in Ihrem Land, sobald die Situation geklärt ist, und danke Ihnen für Ihre Bemühungen, das internationale Recht zu wahren, das uns alle beschützt.“