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„Ich werde keine Weihnachtslieder singen“

Herr Rennhack, Sie geben mit ihrem Weihnachtsprogramm „Lasst mich froh und munter sein!“ am kommenden Sonntag und Montag gleich zwei Gastspiele hintereinander in Zittau. Lief der Kartenvorverkauf so gut? Das weiß ich nicht.

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Herr Rennhack, Sie geben mit ihrem Weihnachtsprogramm „Lasst mich froh und munter sein!“ am kommenden Sonntag und Montag gleich zwei Gastspiele hintereinander in Zittau. Lief der Kartenvorverkauf so gut?

Das weiß ich nicht. Aber als wir im vergangenen Jahr mit unserem Weihnachtsprogramm in Zittau waren, haben wir nur eine Vorstellung gegeben, und da gab es noch viele Nachfragen nach Karten. In diesem Jahr sind wir wohl auch deshalb für zwei Vorstellungen gebucht worden. Die Veranstalter sind ja nicht dumm.

Da bleibt doch bestimmt auch Zeit für einen Spaziergang durch Zittau...

Ganz sicher. Wir reisen ja mit unseren Frauen an und die informieren sich schon vorher ganz genau, welche Sehenswürdigkeiten es zum Beispiel am Auftrittsort gibt oder wo, wie gerade aktuell, Weihnachtsmärkte stattfinden.

Ihr Auftrittsort, das Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theater, sieht angesichts immer knapper werdender Mittel gerade einer unsicheren Zukunft entgegen. Wie sehr berührt Sie so etwas?

Ich finde das ganz schrecklich. Es geht ja nicht nur dem Zittauer Theater so, nein, im ganzen Land wird immer zuerst und am meisten bei der Kunst gespart. Das wurde mir auch an anderen, wunderbaren Theatern, die ich im Rahmen der Tournee besucht habe, so gesagt. Solche Schicksale gehen mir auch persönlich sehr nahe.

Ihr Programm trägt den Titel „Lasst mich froh und munter sein!“ – was erwartet die Gäste?

Das wird natürlich noch nicht verraten. Ich kann nur soviel sagen, dass Weihnachten, so sehr das Fest von den Deutschen auch geliebt wird, ja auch viele negative Aspekte hat, wie den Verkaufsdrang oder den Missbrauch von Weihnachtsliedern ab Oktober. So etwas nehme ich im Programm aufs Korn, zeitweise mit satirischem Hintersinn. Ich werde aber keine allgemeinen Weihnachtslieder singen.

Andere Menschen versuchen, in der Adventszeit Ruhe zu finden. Sie gehen mehrere Wochen mit ihrem Weihnachtsprogramm auf große Tournee. Ist das mehr Last oder Lust für Sie?

Eindeutig Lust. Es macht großen Spaß, auf Tournee zu gehen. Erst recht, wenn das Wetter mitspielt, wie in diesem Jahr. Man weiß ja auch als Künstler, worauf man sich einlässt. Außerdem haben sich die Hotels in Ostdeutschland beim Service und Komfort sehr verbessert.

Gespräch: Mario Sefrin

Heinz Rennhack, „Lasst mich froh und munter sein!“, 18. und 19.Dezember, jeweils 19.30 Uhr, Theater Zittau, Karten: 03583/ 770536