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„Ich wollte mich entschuldigen“

Eduard Geyer hat zu den Vorwürfen eine Stellungnahme abgegeben – hier der Wortlaut:

© Robert Michael

Die Auszeichnung als Ehrenspielführer bekommt man für Erfolge als Trainer, Spieler und Persönlichkeit. Ich war als Spieler Pokalsieger und Meister, habe über 300 Spiele für Dynamo gemacht. Ich war fünf Jahre Co- und drei Jahre Juniorentrainer, habe mit dem Nachwuchs zweimal den Pokal gewonnen und wir sind DDR-Meister geworden. Ich habe in der Zeit viele Spieler entwickelt.

Von 1986 bis 1990 war ich Cheftrainer, bin 1989 mit Dynamo nach zehn Jahren BFC wieder Meister geworden und in der gleichen Saison ins Halbfinale des Uefa-Pokals eingezogen. Das war die international größte sportliche Leistung für den Verein. Was jetzt berichtet wird, sind keine neuen Erkenntnisse. Das habe ich schon 1992 von mir aus publik gemacht, 2000 noch mal dazu Stellung bezogen, als es nach dem Bundesliga-Aufstieg von Energie Cottbus noch mal hochgekocht wurde. Im selben Jahr habe ich die „Goldene Henne“ bekommen, einen Publikumspreis. Ich denke, die Menschen können sehr gut unterscheiden zwischen der Leistung und der Vergangenheit.

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Als ich davon gehört habe, das einige ehemalige Spieler meine Absetzung als Ehrenspielführer fordern, habe ich sie angerufen. Ich wollte mit ihnen reden und mich entschuldigen, aber das haben sie abgelehnt. Ich persönlich bedauere es, dass diese unrühmliche Diskussion entstanden ist. Die braucht Dynamo nicht, sie schadet dem Verein und ist sicher nicht zukunftsweisend.

Eduard Geyer