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IHK-Chef für Ende der Postplatz-Debatte

Christian Puppe versteht den Protest von Anliegern nicht. Die Stadt soll jetzt entscheiden.

Von Daniela Pfeiffer

Als völlig kontraproduktiv und unverständlich bezeichnet der Görlitzer IHK-Chef Christian Puppe den neuerlichen Protest gegen die Postplatz-Pläne. Mehrere Anrainer wie Drogerie-, Apothekenbetreiber oder einige Rechtsanwälte hatten der Stadt einen Protestbrief übergeben, in dem sie sich gegen die geplante Verkehrsberuhigung aussprechen. Der Eindruck, die Postplatz-Anrainer seien sich einig, ist seitdem dahin.

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Vor allem Christian Puppe empört sich über die Aktion. Harte, aber konstruktive Diskussionen hätten schließlich zu dem Kompromiss geführt, jeglichen Verkehr weitgehend vom Postplatz zu verbannen. Der Stadtrat soll in seiner Dezembersitzung darüber abstimmen. Die beiden FDP-Stadträte haben bereits angekündigt, gegen die Vorlage zu stimmen. Wenn mehrere Einzelhändler und Gewerbetreibende einen autofreien Postplatz als Schikane empfinden, könne sich auch die FDP nicht damit anfreunden.

Für Christian Puppe ist das nicht nachvollziehbar. „Jeder war zu unseren Diskussionsrunden eingeladen. Auch die, die sich jetzt beschweren. Der Kompromiss, den wir erarbeitet haben, wird von der Mehrheit der Postplatz-Anlieger und auch von betroffenen Ämtern und Behörden gemeinsam getragen.“ Damit sei eine demokratische Entscheidung getroffen worden. Deshalb fordert er in einem öffentlichen Schreiben die Stadt auf, am Vorhaben der Verkehrsberuhigung konsequent festzuhalten und die noch offenen Fragen zur Platzgestaltung zu lösen. Puppe gehörte zusammen mit Cafè- und Restaurantbetreibern von Anfang an zu jenen, die den Postplatz in eine Plaza umgestalten wollen.

Ziel der Umgestaltung soll eine Aufwertung des Postplatzes sein. Das will man durch mehr Platz zum Ausruhen, Entspannen und Flanieren erreichen. Dadurch soll zudem mehr Raum für Außengastronomie geschaffen werden. „Die derzeitige, völlig unbefriedigende Verkehrssituation verhindert das bislang“, sagt Puppe.

Allerdings bleibt dem Postplatz auch erheblicher Verkehr erhalten, selbst wenn es zur Fußgängerzone käme. Denn das Gefängnis muss jederzeit für Transporte erreichbar sein, auch die Stadtwerke fahren über den Postplatz auf ihren Parkplatz, und selbst die Sparkasse schloss sich dem Protest der Anrainer jetzt an.