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Illegale Besucher im Ottendorfer Kieswerk

Das schöne Wetter lockt vermehrt Ausflügler auf das Betriebsgelände. Dabei ist die Gefahr groß, sich dort zu verletzten.

Betreten verboten: Auf dem Gelände des Kieswerkes bei Ottendorf-Okrilla kann es zu Abrutschungen kommen.
Betreten verboten: Auf dem Gelände des Kieswerkes bei Ottendorf-Okrilla kann es zu Abrutschungen kommen. © Kristin Richter

Ottendorf-Okrilla. Nicht nur im Sommer ist die Ottendorfer Kiesgrube ein beliebtes, wenn auch illegales Ausflugsziel. Polizisten mussten in den vergangenen Tagen gleich mehrfach auf das Gelände des Kieswerkes ausrücken. 

Die Beamten erhielten am Ostersonntag einen Hinweis, dass mehrere Menschen mit Motorrädern auf dem Gelände herumfahren würden. "Die Besatzung eines Funkstreifenwagens hat die Angaben überprüft, sie konnte aber keine Personen oder Fahrzeuge mehr feststellen", teilt Anja Leuschner von der Polizeidirektion Görlitz mit. 

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Viel zu tun hatte am Donnerstag vor Ostern dagegen der Bürgerpolizist von Ottendorf-Okrilla. Bei Kontrollen stellte er an der Kiesgrube sieben Falschparker fest. Außerdem musste er fünf Verstöße gegen die Allgemeinverfügung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ahnden. Der Geschäftsführer des Kieswerkes, Thomas Gruschka, bestätigt, dass am Osterwochenende verstärkt ungebetene Besucher auf dem Gelände waren. "Vermutlich hat das schöne Wetter dazu beigetragen", sagt er. 

Wachdienst wird wieder patrouillieren

Er weist darauf hin, dass demnächst wieder der Wachschutz eingesetzt wird, um illegale Badegäste von dem Gelände fernzuhalten. Seit 2010 sind die Wachleute am Kieswerk aktiv. Die Kontrollen haben dafür gesorgt, dass die Anzahl der illegalen Besucher in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. An schönen Wochenenden kommen dennoch oft zahlreiche "Besucher".

"Sie sind sich der großen Gefahr anscheinend nicht bewusst", sagt Gruschka. Die Gruben sind bis zu zwölf Meter tief. Und gerade dort, wo noch gebaggert wird, kann es zum Abrutschen der Uferböschung kommen. Auch an den Schlammbecken ist Vorsicht geboten. Wer dort zu tief versinkt, kommt aus eigener Kraft nicht wieder heraus. Auf dem Gelände gibt es keinerlei Rettungsschwimmer oder gar Sanitäter, die in Notsituationen helfen könnten.

Auch die Polizei behält das Werksgelände und die angrenzenden Straßen gerade jetzt in der schönen Jahreszeit im Blick. "Das Polizeirevier Kamenz beziehungsweise der Polizeistandort Ottendorf-Okrilla beziehen die Kiesgrube in ihre tägliche Arbeit mit ein und führen auch regelmäßig Kontrollen durch", bestätigt Anja Leuschner.

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