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„Illegale Müllentsorgung ist eine Sauerei“

Die Altkleidercontainer laufen in der Region Döbeln über, aber nicht etwa, weil zu viele Kleidungsstücke eingeworfen werden. Vielmehr wird Müll darin entsorgt.

Mit dem Zusammenbruch der Verwertungswege für Altkleider wegen der Corona-Krise hat auch die Entsorgungsgesellschaft Döbeln zu kämpfen. Ein Abschließen oder der Einzug der Container kommt für sie aber nicht infrage.
Mit dem Zusammenbruch der Verwertungswege für Altkleider wegen der Corona-Krise hat auch die Entsorgungsgesellschaft Döbeln zu kämpfen. Ein Abschließen oder der Einzug der Container kommt für sie aber nicht infrage. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Der DRK-Kreisverband Döbeln Hainichen zieht in dieser Woche seine Altkleider-Container vorübergehend ein . Für die Entsorgungsgesellschaft Döbeln, die für die Recyclingfirma FWS mit Sitz in Bremen die Altkleidercontainer leert, kommt das aktuell nicht infrage.„Für uns steht im Vordergrund, dass wir die Entsorgungssicherheit gewährleisten und die Leerung der Container trotzdem regelmäßig durchführen“, teilt Steffen Hartl, Betriebsleiter der EGD, mit.

Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Nutzer nur saubere, tragfähige Ware in verschlossenen Säcken in die Container werfen. Alt-Schuhe sollten ebenfalls tragfähig und in Paaren zusammengebunden sein. „Altkleidercontainer sind keine Müllsammelbehälter“, so Hartl.

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Dass mehr Altkleidersäcke also sonst neben die Container gestellt werden, kann Hartl nicht bestätigen. Wohl aber, dass in und um die Altkleiderbehälter immer wieder illegal Müll entsorgt wird. „Um es klar und deutlich auszudrücken: Das ist nicht nur eine große Sauerei, sondern auch ein Umweltstraftatbestand“, so Hartl.

Insgesamt stehen in Mittelsachsen 255 Altkleidercontainer der EGD. Nach Angaben des Bereichsleiters sind die Entsorgungsmengen seit Beginn der Pandemie zwar angestiegen. „Die Mengen sind aber noch beherrschbar“, sagt er. Das bestätigt auch ein Mitarbeiter der Firma FWS in Bremen, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. 

Dass andere Anbieter ihre Behälter einziehen, findet er nicht in Ordnung. „Dadurch kommt auf diejenigen, die ihre Container offenlassen und die Entsorgung sicherstellen, ein noch größeres Aufkommen zu.“ Dabei stünden auch sie vor denselben Problemen, deren wahres Ausmaß noch gar nicht abzusehen sei.

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