merken
PLUS

Dippoldiswalde

Im Altenberger Raupennest geht es weiter bergauf

Immer mehr Patienten kommen in die Reha-Klinik. Warum das so ist und wie sich das Team darauf einstellt.

Therapeutin Rica Ziegert mit Erika Zscheile bei der Gangschule. Behandlungen sind das Herzstück vom Raupennest.
Therapeutin Rica Ziegert mit Erika Zscheile bei der Gangschule. Behandlungen sind das Herzstück vom Raupennest. © Foto: Egbert Kamprath

Ob Massagen, die Behandlung mit Naturheilschlamm, Akupunktur, Bewegungsbad im Strömungskanal oder chinesische Heilkräutertherapie – das Leistungsspektrum im Altenberger Raupennest ist breit. Vor allem die Therapien werden von Patienten und Gästen des Hauses immer wieder gelobt. Das ist im Zeitalter von Internet öffentlich nachzulesen. Natürlich gibt’s auch Kritik. Damit geht aber die Leitung der Johannesbad Fachklinik für Orthopädie mit dem Gesundheitszentrum offen und auch offensiv um.

Denn die rund 200 Mitarbeiter setzen auf Qualität. Und das gelingt ihnen immer besser. Seit 2016 ist die Reha-Klinik auf Wachstumskurs. „Nachdem 2017 schon sehr gut lief, ist auch im vergangenen Jahr noch mal eine Steigerung gelungen“, sagt Klinik-Leiterin Anke Gundel. Die Auslastung der rund 280 Zimmer stieg auf über 90 Prozent. „Damit ist aber auch unsere Grenze erreicht“, dämpft die Chefin Erwartungen, dass es so weitergehen könnte.

Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Denn hier werden keine Stückzahlen produziert. Wer ins Raupennest kommt, ist krank bzw. will seine Gesundheit stärken. Dadurch ist die Belegung anders als im Gesundheitstourismus nur schwer planbar. Umso mehr freut sich Anke Gundel, dass es trotzdem immer besser funktioniert und das Kerngeschäft weiter gewachsen ist. Denn vor allem im stationären Bereich liegen die Kompetenzen der Mitarbeiter. Es kommen mehr Patienten zur Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung nach einer Operation zum Beispiel an Knie oder Hüfte. Rund 250 Plätze werden im Schnitt für ihre Behandlung gebraucht. Zu ihren Gunsten wurde der Gesundheitstourismus etwas reduziert. „Das wollen wir auch so beibehalten“, sagt Anke Gundel. „Das ist der beste Belegungs-Mix.“ Einen Grund für die hohe Auslastung sieht sie in dem Wunsch- und Wahlrecht, von dem immer mehr Patienten Gebrauch machen. Da kommt dem Raupennest zugute, wenn sich Qualität herumspricht, so die Klinik-Leiterin.

Deshalb wird auch weiter investiert, gerade im pflegerischen Bereich. „Die Leute werden immer älter und damit kränker“, erläutert Frau Gundel. Sie haben dann schon das zweite künstliche Knie- oder Hüftgelenk. Darauf stellt sich die Klinik ein – personell und technisch. „Wir sind besser vorbereitet auf diese Klientel und haben deutlich mehr Pflegekräfte, als verlangt wird.“ Außerdem wurde eines der drei Bettenhäuser komplett ausgestattet für Patienten mit höherem Pflegebedarf wie Pflegebetten und -hilfsmitteln. Zurzeit ist das Raupennest dabei, die medizinische Bäderabteilung zu modernisieren und zu erweitern. Damit verbreitert sich noch einmal das Leistungsspektrum, unter anderem mit einer Boulderwand zum therapeutischen Klettern und einem Hydrojet.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.