SZ +
Merken

Im Amt ausgebremst

Jons Anders will weiterhin als Bürgermeister von Großschweidnitz arbeiten. Große Ziele nennt er nicht. Das hat seinen Grund.

Teilen
Folgen

Von Gabriel Wandt

Großschweidnitz. Wenn am Sonntag die Bürgermeisterwahlen stattfinden, haben auch die Großschweidnitzer nur einen Namen zur Auswahl: Amtsinhaber Jons Anders (parteilos) stellt sich zur Wiederwahl und hat keinen Gegenkandidaten. Dass er seine Arbeit weiterführen will, hat einen einfachen Grund: Mit vielen Ideen ist Jons Anders vor sieben Jahren angetreten, doch die diversen Hochwasserschäden haben vieles zurückgeworfen und verzögert. Der Kampf gegen die Fluten und die nachfolgenden Anstrengungen beim Wiederaufbau haben ihn und seine Amtsjahre geprägt. Nun hat er sich für eine mögliche zweite Amtszeit vor allem eines vorgenommen: Begonnene Dinge fortzusetzen, die Hochwasserschäden zu beseitigen und mit den wenigen Mitteln, die der Gemeinde zur Verfügung stehen, möglichst viel zu gestalten.

Ideen wie das Etablieren eines Wochenmarkts oder das Zusammenführen von Vereinsaktivitäten im Ort hat er geschafft, eine Rettungsmesse ist installiert, das große Projekt einer Gedenkstätte für die Euthanasie-Opfer ist angeschoben. Große Versprechungen für die kommenden Jahre will er indes nicht abgeben – und hat sich deswegen auch gegen ein großes Wahlinterview in der SZ entschieden. Er will nach den vorhandenen Möglichkeiten weiterarbeiten, sagt er. Alles, was darüber hinaus möglich sei, sei Glück.