SZ +
Merken

Im Café Courage werden Besucher in den Dschungel entführt

Krokodile, Brüllaffen, zauberhafte Natur und nette Menschen trifft Matthias Bauneis in Mittelamerika.

Teilen
Folgen

Von Wilrun Wagner

Schummriges Licht, projizierte Landschaften und eine gedeckte Tafel mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Mittelamerika stimmen auf den Reisebericht und Vortrag von Matthias Brauneis ein. Der Student für Kommunikationspsychologie schreibt gerade mit einer Kommilitonin seine Diplomarbeit in Dresden. „Durch bestimmte Umstände hatte ich die Möglichkeit und vor allem großes Interesse, Spanisch zu lernen. Zudem wollte ich schon immer einmal andere Kulturen außerhalb von Europa kennenlernen“, sagte Brauneis. Das ist ihm auf seiner drei Monate langen Reise gelungen. Mit Freund Tobias Melzer, der in Mexiko arbeitet und vorher auch im Treibhausverein tätig war, begann Matthias, der noch nie in einem Flieger gesessen hatte, sein Erlebnisreise. Mexiko City war die erste Station, wo er von Tobias noch „an die Hand genommen“ wurde. Sein riesiger Stadtplan zeigte deutliche Verschleißerscheinungen. Dabei wurden ihm auch die Stadtteile genannt, die gefährlich seien. Insgesamt gäbe es aber in der 30 Millionen Einwohner zählenden Stadt sehr viele deutsche Unternehmen, die Arbeitsplätze bieten. Die erste Unterkunft bot die „Gastmama“ von Tobias. Sie interessierte sich ganz besonders für alle weiteren Vorhaben von Brauneis und wurde von ihm auch informiert.

So lernte der aufgeschlossene heitere Matthias Brauneis ganz viele Menschen bei seinen weiteren Stationen kennen, bekam gute Ratschläge oder sammelte selbst Erfahrungen. Geschlafen wurde oft in Hängematten. Eines seiner lustigen Erlebnisse: „Eines morgens wurde ich durch eigenartige Laute geweckt. Man hatte mir nicht gesagt, dass es hier im Dschungel Brüllaffen gibt“. Aber er erlebte auch Krokodile, Haie, war in Lagunen per Boot unterwegs oder balancierte über schmale Hängebrücken. Eine zauberhafte Natur, ein Sonnenaufgang am Vulkan, all das erlebten die Besucher in seinem Bildvortrag. Das seltsamste Tier, das ihm begegnete sei eine Tarantel gewesen, erinnerte er sich. „Wir sind sehr viel gewandert durch ländlich urige Gegenden, auch im Gebiet der einstigen Maya Staaten. Vor allem die Freundlichkeit der Menschen beeindruckte mich“, erzählte er.

Schließlich resümierte Brauneis: „Ich habe viel Neues kennengelernt, habe auch viel Ruhe gefunden, denn das Leben in Mittelamerika ist viel entspannter als wir es hier kennen. So habe ich eine neue Sicht auf die Welt erhalten, konnte meinen Horizont erweitern und zu mir finden und neue Kraft tanken für das Leben in Deutschland“, sagte der Student.

Drei Stunden fesselte er die zahlreichen Besucher in Wort und Bild und nahm sie mit zum Pazifik und die Karibik.