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Im Erlebnisbad wird Wasser eingelassen

Becken und Rutschen sind fertig. Jetzt kann die Technik getestet werden. Doch bei Fenstern und Türen klemmt’s.

Von Katja Schäfer

Im Cunewalder Erlebnisbad wird damit begonnen, die Becken zu füllen. Nein, das hier ist kein alter Artikel vom Frühjahr. In das große Erlebnisbecken und das Schwimmerbecken wird wirklich Wasser eingelassen. Das ist Voraussetzung dafür, dass die Badewassertechnik in Betrieb genommen werden kann. Sie muss einen Probelauf durchmachen, denn sie ist erneuert worden. So neu wie fast das gesamte Bad.

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Im April dieses Jahres begannen die Sanierung und Umgestaltung der Freizeiteinrichtung, die beim Hochwasser im August 2010 so stark beschädigt worden war, dass sie seitdem geschlossen blieb. 2,7 Millionen Euro investiert die Gemeinde, davon sind 1,8 Millionen Euro Fördermittel. Inzwischen sind die Arbeiten sehr weit fortgeschritten. Die neue Breitrutsche und die verlängerte Großrutsche sind fertig. In den letzten Tagen ist die Treppe für die Breitrutsche ins Erlebnisbecken eingebaut worden. Am Schwimmerbecken wurde der Behinderteneinstieg gestaltet. „Auf der Fläche des Wasserspielplatzes ist der Beton fertig. Jetzt soll dort der Edelstahl eingebaut werden“, berichtet die Cunewalder Bauamtsleiterin Andrea Richter. Auch für das große Kletternetz im Erlebnisbecken werden die Stützen einbetoniert. Am Funktionsgebäude, das Umkleideräume, Sanitäranlagen und den neuen Eingangsbereich beherbergt, haben die Dachdecker die Arbeiten vollendet. Die Solaranlage, die das Badewasser erwärmt, ist installiert. „Weil die Fenster und Türen immer noch nicht geliefert worden sind, werden jetzt in den Öffnungen Platten eingesetzt, damit mit dem Auftragen des Außenputzes begonnen werden kann“, berichtet Andrea Richter. Anfang November soll die Alu-Lamellen-Fassade am Haus angebracht werden. Im Technikgebäude sind die aufwendigen Arbeiten nahezu vollendet. Unter anderem wurde der zentrale Schaltschrank höher als bisher aufgestellt, so dass er vor Hochwasser sicher ist. Auch im Außengelände ist die neue Gestaltung schon deutlich erkennbar. Der Volleyballplatz ist weitgehend fertig.

Der Abschluss aller Arbeiten war eigentlich für den 1. November geplant. „Das schaffen wir nicht“, sagt die Amtsleiterin. Schon zu Baubeginn sind Verzögerungen entstanden. „Viele alte Leitungen wurden in der Erde gefunden, die in den Plänen nirgends eingezeichnet waren“, begründet Richter. Diese mussten beseitigt werden. Dabei konnte jedoch keine große Technik zum Einsatz kommen, damit die Leitungen für die Badewassertechnik nicht beschädigt werden. Wann alles fertig ist, darauf will sich Andrea Richter nicht festlegen. „Aber an der Wiedereröffnung zu Beginn der Badesaison 2014 rüttelt niemand.“ Damit die Grünflächen von Anfang an strapazierfähig sind, wird Rollrasen verlegt, auf insgesamt 2 700 Quadratmetern.

Spätestens ab Mitte Mai sollen Besucher kommen können. Ab November soll der Vorverkauf von Jahreskarten beginnen, damit sie zu Weihnachten verschenkt werden können. Diese Tickets kosten für Erwachsene 100 Euro, für Kinder zwischen fünf und 16 Jahren 50 Euro. Auch die übrigen Eintrittspreise stehen fest: Für eine Tageskarte zahlen Erwachsene künftig vier Euro, Kinder 2,50 Euro, Familien zehn.

Wer künftig den Badkiosk betreibt, ist noch nicht klar. Die Gemeindeverwaltung schreibt ihn zur Verpachtung aus und will ihn vor Beginn der Saison – wenn nötig – noch in Ordnung bringen.