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Im Gewölbesaal kann jetzt gefeiert werden

Vom stillen Lächeln bis zum lauten Lachen reichten die Reaktionen der über 50 Anwesenden, als Crostaus Bürgermeister Dietmar Stampniok bei der Einweihung der „Alten Brauerei“ als Vereins- und Dorfgemeinschaftshaus...

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Von Katja Schäfer

Vom stillen Lächeln bis zum lauten Lachen reichten die Reaktionen der über 50 Anwesenden, als Crostaus Bürgermeister Dietmar Stampniok bei der Einweihung der „Alten Brauerei“ als Vereins- und Dorfgemeinschaftshaus am Dienstagabend folgende Episode zum Besten gab: Schon Anfang der 90er Jahre hatte sich die Oberlandgemeinde Gedanken über die Neugestaltung des Schlossplatzes gemacht und beschlossen, auch das aus drei Teilen bestehende Haus „Am Park“ zu sanieren. Weil darin in früheren Zeiten auch mal Bier gebraut wurde, verpasste man dem Projekt kurzerhand den Namen „Alte Brauerei“. Der Antrag auf Fördermittel wurde in Dresden allerdings abgelehnt. Zur Begründung hieß es: „Brauereien sind nicht förderfähig.“

Offener Kamin sorgt

für Behaglichkeit

Crostau ließ allerdings nicht locker, und so konnte schon vor etlichen Jahren die Gemeindeverwaltung in den unteren Teil des Gebäudes einziehen. In den vergangenen Monaten hat nun der Mittelbau mit Unterstützung des Amtes für Ländliche Neuordnung eine umfassende Erneuerung erfahren.

Im Saal bilden blaue Fensterbretter und Türen sowie eine rote Wand und rote Stuhlpolster einen schönen Kontrast zu den weiß gestrichenen Gewölben. Ein großer offener Kamin sorgt für Behaglichkeit. An mehreren Stellen sind historische Steinelemente sichtbar – Simse an den Gewölbepfeilern, Treppenstufen und eine unverputzte Wand im Obergeschoss, wo der Senioren- und der Fremdenverkehrsverein jeweils einen Raum bezogen haben.

Ideen und Initiativen

der Bürger gefragt

In der Vergangenheit wurde das Gebäude als Brauerei und Weberei, später als Sportraum, Bibliothek und für Altstoff-Sammlungen genutzt. Künftig steht der Mittelbau für verschiedenste Veranstaltungen zur Verfügung, zum Beispiel Lesungen, Konzerte, Feiern. „Jetzt sind viele Ideen und Initiativen von unseren Vereinen und Einwohnern notwendig, um das Haus mit Leben zu erfüllen“, sagte Dietmar Stampniok bei der kleinen Einweihungsfeier. „Und vielleicht findet sich ja auch mal ein ehrenamtlicher Braumeister, der an alte Traditionen anknüpft“, sprach der Bürgermeister einen Wunschtraum aus.

Ganz reell sind schon die Pläne für die Sanierung des dritten Gebäudeteils. Vorerst wurden darin provisorische Sanitäranlagen eingerichtet. Doch so bald wie möglich soll die alte Bausubstanz zu neuer Schönheit erweckt werden.