merken
PLUS

Im Herzen vereint

Nationalspielerin Lisa Izquierdo bleibt bis 2016 beim Dresdner SC. Sie verlängert vorzeitig, weil sie noch keine Alternative sieht.

© Wolfgang Wittchen

Von Maik Schwert

Ab und zu entscheidet das Bauchgefühl. Hin und wieder ist es Kopfsache. Bei Lisa Izquierdo war es eine Herzensangelegenheit. „Das sieht man doch“, sagt sie. Die Volleyballerin bekennt sich auch optisch zum Dresdner SC. Sie trägt das Rot des Klubs auf ihren Fingernägeln und als Band in ihrem Haar. Die gebürtige Staßfurterin verlängerte gestern ihren ohnehin bis Juni 2015 laufenden Vertrag vorzeitig um eine weitere Saison.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

„Ich ging nach der Meisterfeier selbst auf den Verein zu“, betont die 19-Jährige und erklärt: „Ein Auslandsengagement käme für mich noch zu früh, und in Deutschland gibt es für mich keinen besseren Klub als den DSC. Ich weiß, was ich an diesem Verein habe und fühle mich in meiner zweiten Heimatstadt einfach richtig wohl.“ Daher ließ sie auch die anderen Bundesligisten mit ihren Angeboten abblitzen.

Trainer Alexander Waibl freut sich, zwei weitere Jahre mit der Halb-Kubanerin arbeiten zu können, die 2008 aus Staßfurt an den Dresdner Bundesstützpunkt wechselte, die Kaderschmiede beim VC Olympia durchlief und seit 2012 erstklassig spielt. „Mit einer jungen Sportlerin in die dritte gemeinsame Saison zu gehen – das ist für mich als Trainer der Idealfall“, meint er. „Ich habe ihr von Beginn an das Vertrauen geschenkt. Sie hat es immer zurückgezahlt und sich bei uns zu einer Führungsspielerin entwickelt. Lisa ist eine Außenangreiferin, die alles kann. Sie ist im Angriff spektakulär und effizient, verfügt über Spielintelligenz, kann annehmen und abwehren.“

Ihre Fähigkeiten konnte Izquierdo im Endspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg nicht mehr zeigen. Sie riss sich im Halbfinale gegen Alemannia Aachen im linken Fußgelenk ein Band durch und mehrere an. Seitdem arbeitet Izquierdo an ihrer Rückkehr. „Sie macht gute Fortschritte und ist in etwa ein bis zwei Wochen wieder voll belastbar“, sagt Waibl.

Izquierdo engagiert sich auch außerhalb der Hallen für den DSC-Volleyball, übernimmt in diesem Sommer die Patenschaft für fünf ausgewählte Grundschulen und hilft ihrem Klub dadurch bei der Suche nach talentiertem Nachwuchs. „Das ist ein Weg, den wir gehen müssen, um Interessierte von Beginn an mitzunehmen“, betont Waibl und hofft, dass der Verein für Izquierdo eine Herzensangelegenheit bleibt.