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Im Kloster weihnachtet es

Eine ganz besondere Ausstellung mit Krippen aus aller Welt ist im Kapitelsaal zu sehen.

Von Wilrun Wagner

Das Ehepaar Günther und Margrit Kempgen aus Görlitz sammelt schon seit 50 Jahren Weihnachtskrippen aus aller Welt. „Wir sind immer viel gereist und interessierten uns, wie Christi Geburt in anderen Ländern umgesetzt wird. Unsere Sammelleidenschaft begann mit einer bescheidenen Krippe aus Palästina, die aus Olivenholz gearbeitet ist“, verrät Günther Kempgen, der früher als Auslandspfarrer in Nordafrika tätig war. Aus den alten Bundesländern haben die Kempgens ihren Wohnsitz inzwischen nach Görlitz verlegt. Zur Ausstellung kam es durch die Bekanntschaft mit der Klosterbucherin Monika Langheinrich. Nun zeigen die Kempgens mit etwa 70 Krippen einen Teil ihrer umfangreichen Sammlung.

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„Unsere Krippen zeigen wir vor allem in der Advents-und Weihnachtszeit überwiegend in nichtkirchlichen Räumen“, verrät Kempgen. Immerhin gebe es Menschen, die den Gang in eine Kirche scheuen, weiß der Wahl-Görlitzer. „Als ich den Klosterbucher Kapitelsaal total leer sah, war ich zunächst erschrocken. Mit unseren verschiedenen Krippen ist der Raum jetzt sehr ansprechend und die an der Wand aufgestellten großen Schwibb-Bögen vom Klosterbucher Hausmeister Manfred Schmidt fügen sich sehr gut in die Ausstellung ein“, sagt Kempgen.

„Es fasziniert uns immer wieder, wie die Weihnacht und Christi Geburt in aller Welt verstanden wird. Bei genauer Betrachtung ist zu erkennen, dass die Künstler ein Stück ihres eigenen Lebens, Erfahrungen und Gegebenheiten des jeweiligen Landes in der Krippengestaltung umgesetzt haben“, so Kempgen.

Bei der „Krippenwanderung“ durch die Ausstellung erläuterte Margrit Kempgen ausführlich die Gestaltung der Krippen beispielsweise in Asien, China, den Philippinen, Mexiko, Afrika, den Karpaten und anderen Ländern. Es fehlten auch nicht die üppigen barocken Krippen aus dem Alpenraum und Süddeutschland. Selbstverständlich war auch das Erzgebirge vertreten. Ganz unterschiedliche Materialen kamen zum Einsatz. Verarbeitet wurden beispielsweise neben verschiedenen Hölzern auch Maisstroh und Recycling-Papier, kunstvoll gedreht.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Dezember jeweils Montag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu besichtigen.