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Im Laußnitzer Wald wachsen Ideen

Neue Tafeln informieren über die Forstgeschichte und zum ersten Mal zeigen Briefmarkensammler ihre Schätze vor Ort.

Von Annett Kschieschan

Was haben Briefmarken mit dem Wald zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick meinen mag. Und weil das so ist, wird es im Laußnitzer Forstrevier bald eine Premiere geben: eine Briefmarken-Ausstellung in der alten Samendarre. Gezeigt werden aber nicht irgendwelche Marken, sondern ausschließlich solche, die etwas mit Wald und Heide zu tun haben. Das passt perfekt zur Idee eines waldpädagogischen Zentrums in der Laußnitzer Heide. Darüber diskutiert wird schon seit einiger Zeit (die SZ berichtete). Ende 2011 war der Jugend-Lehrpfad am Laußnitzer Walberberg komplett überarbeitet und mit neuen Schildern ausgestattet worden. Schulklassen lernen hier draußen, welche Pflanzen und Tiere es in der Region gibt, warum bestimmte Baumarten besonders häufig sind und warum der Artenschutz so wichtig ist. Inzwischen wird an weiteren Info-Tafeln gearbeitet. Auf ihnen erfahren Wanderer vor allem auch Interessantes zur Waldgeschichte. Und da hat gerade das Laußnitzer Forstrevier Einiges zu bieten. Nicht umsonst hat der renommierte Forstwissenschaftler Heinrich Cotta die hiesigen Wälder gut gekannt. Der Forscher hatte bereits 1827 den Waldzustand der Laußnitzer Heide analysiert und – daraus abgeleitet – Empfehlungen zur gesunden Forstwirtschaft gegeben. Und dann steht ja in Laußnitz die älteste, noch funktionsfähige Samendarre Sachsens. Sie ist ein Kleinod, das in diesem Jahr gleich mehrfach im Fokus stehen soll. Zum Beispiel durch die Briefmarken-Ausstellung, die am Himmelfahrtstag eröffnet und dann mehrere Tage lang zu sehen sein soll. Die Idee dazu entstand im Familienkreis des Laußnitzer Forstrevierleiters Christof Schubert. „Mein Schwager sammelt selbst Briefmarken und arbeitet dabei auch mit Kindern und Jugendlichen. Er schlug vor, bei uns eine zur Region passende Ausstellung zu gestalten“, erzählt Christof Schubert. Die Sonderausstellung steht unter dem Thema „Tiere und Pilze des Waldes“ und genau das sollen die Marken zeigen. Passend dazu hat der Zwickauer Reinhard Heisig, der die Idee zu der Schau hatte, die Kamenzer Briefmarkenfreunde kontaktiert. Auch sie wollen nun bei der ersten Briefmarken-Ausstellung in der alten Samendarre präsent sein – natürlich auch mit einem naturnahen Thema.

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Ein Fest im Sommer

„Wir freuen uns sehr, dass die Idee umgesetzt werden kann“, sagt der Revierförster. Zuerst hatten die Philatelisten die Räume in der Samendarre in Augenschein genommen. Waren die klimatischen Bedingungen für die teils durchaus empfindlichen Sammlerstücke geeignet? Am Ende gab es Grünes Licht, sodass die Schau nun vorbereitet werden kann. Zur Eröffnung werden mehrere junge Briefmarkensammler aus Zwickau erwartet. Vor allem sie freuen sich natürlich schon jetzt auf viele neugierige Besucher. Die dürften auch noch mindestens ein weiteres Mal in diesem Jahr zur Samendarre strömen. Im Sommer findet hier das überregional bekannte Heidefest statt. Es wird jährlich von der Verwaltung des Naturschutzgebietes „Königsbrücker Heide“ organisiert und wechselt dabei regelmäßig den Veranstaltungsort.

Forstrevierleiter Christof Schubert freut sich auf ein ereignisreiches Jahr und darüber, dass die Waldpädagogik in Laußnitz nach einigen Verzögerungen nun wieder auf einem guten Weg ist.

Nächste Veranstaltungen in der Laußnitzer Samendarre:

1. Mai Saisoneröffnung – ab diesem Tag ist das Museum

immer sonntags 14 bis 17 Uhr geöffnet, 11. Mai, 7 Uhr

vogelkundliche Wanderung; 29. Mai, 14 Uhr Eröffnung Briefmarkenschau; 14. Juni drei Touren des Sächsischen Wandertags führen auch an die Samendarre,

24. August Heidefest.