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„Im nächsten Jahr wollen wir die neue Werkstatt einweihen“

Das Schmiedefeuer brannte gestern zum Adventsnachmittag auf der Häslicher Prelle, auch der Weihnachtsmann war zu Besuch.

Traditionell die letzte Veranstaltung im Jahr ist für die Mitglieder des Fördervereins „Schauanlage und Museum der Granitindustrie“ in Häslich der Adventsnachmittag mit dem immer beliebten Schauschmieden, für das Gerd Tempel das Feuer in der Schmiede auf der Prelle angefeuert hatte. In der Steinarbeiterklause sorgte die Vereinschefin Heidrun Keitel selbst für das leibliche Wohl der Besucher und fand außerdem die Zeit für ein kurzes Gespräch mit der SZ über diese Veranstaltung und die Vereinsarbeit im Allgemeinen.

Felix Hirschberg (24) war in diesem Jahr für das Gießen der Zinnfiguren verantwortlich und mit den ersten Versuchen ganz zufrieden. Fotos: Kerstin Unterstein
Felix Hirschberg (24) war in diesem Jahr für das Gießen der Zinnfiguren verantwortlich und mit den ersten Versuchen ganz zufrieden. Fotos: Kerstin Unterstein

Frau Keitel, was haben Sie besonders für diesen Adventsnachmittag auf der Häslicher Prelle vorbereitet?

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Wie immer kommt es uns am 2. Advent darauf an, für die jüngsten Besucher etwas zu bieten. So können die Kinder Waffeln backen, Gipsfiguren bemalen und natürlich mit dem Weihnachtsmann eine Runde mit der Werkbahn drehen. Währenddessen sehen sich die Eltern in der Schmiede um, lassen vielleicht sogar ihr Werkzeug bearbeiten oder lauschen der Musik des Posaunenchores. Ein Höhepunkt für alle ist wieder das Gießen der Zinnfiguren, das in diesem Jahr von Felix Hirschberg, dem Enkel unseres langjährigen aktiven Mitglieds Heinz Liebelt, übernommen wird.

Mit dieser Veranstaltung geht Ihr Vereinsjahr zu Ende – war es ein erfolgreiches?

Es gab wie immer viel zu tun. Am meisten freuen wir uns, dass der Hof rund um das Museum und die Werkstätten neu gestaltet werden konnte, wobei uns drei Firmen tatkräftig unterstützt haben. Allerdings ist leider das neue Werkstattgebäude noch nicht ganz fertig. Dort suchen wir weiterhin Hilfe beim Verputzen. Die Malerarbeiten würden wir dann selbst übernehmen. Die Einweihung der neuen Werkstatt haben wir für nächstes Jahr fest im Plan. Dann hätten wir endlich mehr Platz für unser Archiv. Dort wartet noch viel wissenschaftliche Arbeit mit Schriftgut und Fotos auf unsere Mitglieder. Wenn wir uns damit intensiver beschäftigen können, soll dann auch eine weitere Ausstellung zu Granitsteinen in der Region entstehen. Aber bis dahin heißt es auch für uns, weiterhin Klinken zu putzen, um Geld zur Verfügung zu haben, das auch für laufende Werterhaltungsmaßnahmen immer gebraucht wird. So hatten wir zum Beispiel nach dem letzten Sturm einige kleinere Schäden zu beseitigen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Besucherzahlen?

Da liegen wir immer relativ konstant bei 2 000 bis 3 000. Trotzdem wünsche ich mir, dass sich noch mehr junge Leute und Schulklassen für diese Tradition unserer Region interessieren. Es könnten durchaus noch mehr Schulwandertage auf die Prelle nach Häslich führen, damit das Museum und die Schauanlage der Granitindustrie auch für die nächsten Generationen besteht.

Gespräch: Kerstin Unterstein