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Im Rampenlicht

Das Sebnitzer Blumenmädchen Emily Richter gibt sein Zepter ab. Heidenaus Bahnsprinter Max Niederlag nimmt einen Preis an.

Von Daniel Förster

Wenige Tage vor dem Ende ihrer Amtszeit ging Emily Richter (17) noch einmal aufs Ganze. Dem scheidenden 17. Sebnitzer Blumenmädchen hatte es bei der Tourismusbörse in der Toskana-Therme Bad Schandau eine Kornnatter (Pantherophis guttatus) angetan. Das Team vom Zoo Decin (Tetschen) um Direktorin Katerina Majerova hatte das Reptil neben einer Bartagame (Pogona) und einem Leopardgecko (Eublepharis macularius) mitgebracht. Emily, die ein Jahr lang für die Sebnitzer Kunstblumen warb und die Seidenblumenstadt repräsentierte, hatte keine Scheu, die 1,30 Meter lange, ungiftige nordamerikanische Natter in die Hände zu nehmen und an sich zu schmiegen oder gar um den Hals zu legen. „Solch ein Exemplar wäre etwas für mich“, sagte die aufgeschlossene Gymnasiastin aus dem Sebnitzer Ortsteil Hertigswalde. Aber für ein derart exotisches Haustier bekommt sie von ihrer Mutter keine Zustimmung – „leider“.

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Ohne Scheu: Das Sebnitzer Blumenmädchen Emily Richter begeistert sich für eine Kornnatter. Bei der Tourismusbörse in der Toskana-Therme Bad Schandau am vergangenen Wochenende hatte sie einen ihrer letzten großen Auftritte. Heute Abend wird sie das Zepter
Ohne Scheu: Das Sebnitzer Blumenmädchen Emily Richter begeistert sich für eine Kornnatter. Bei der Tourismusbörse in der Toskana-Therme Bad Schandau am vergangenen Wochenende hatte sie einen ihrer letzten großen Auftritte. Heute Abend wird sie das Zepter © Marko Förster

Am heutigen Sonnabendabend wird Emily wieder im Rampenlicht stehen, diesmal mit etwas Wehmut. Denn beim 18. Blumenball in der Stadthalle übergibt sie kurz vor Mitternacht ihre Tracht an ihre Nachfolgerin. Die bestimmt eine Jury mit Gästen aus dem Publikum. Drei junge Frauen stehen zur Wahl und werden sich während der Gala von ihrer besten Seite zeigen.

In der Landkreis-Sportlerumfrage Dritter, in Chemnitz Preisträger: Heidenaus Bahnsprinter Max Niederlag hat nun auch einen Jurypokal eingeheimst – den „Sport Chemmy“, den Sportpreis der Stadt Chemnitz. „Ich hatte schon früher mit der Auszeichnung geliebäugelt, diesmal hat es geklappt“, freut sich der 20-Jährige voller Stolz. Während er bei der jüngsten Sportlerwahl in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge die drittmeisten Stimmen erhielt, lag er in der Gunst ausgewählter Sportjournalisten und Medienleute in Chemnitz, wo er trainiert, ganz oben. „Der Preis ist viel wert. In Chemnitz habe ich mich sportlich entwickelt und nach oben gekämpft“, sagt der Junioren-Weltrekordhalter im Sprint über 200 Meter (2011), der 2013 im Teamsprint der U 23 EM-Gold holte. Bei der Gala im Chemnitzer Autohaus Schloz & Wöllenstein reihte sich Niederlag neben Kunstturnerin Sophie Scheder (17), Kugelstoßer David Storl (23) sowie die fünffachen Paarlauf-Weltmeister im Eiskunstlaufen Aljona Savchenko (30) und Robin Szolkowy (34) ein. „Es ist absoluter ein Ansporn für mich, mit solchen Größen, die teilweise schon bei Olympia waren, im Blitzlichtgewitter zu stehen.“

Den „Sport Chemmy“ haben übrigens drei Sportlegenden ins Leben gerufen: die beiden Ex-400-Meter-Läufer Thomas Schönlebe (48, 1987 Weltmeister über 400 Meter) und Jens Carlowitz (49, Halleneuropameister 1988 und Hallenweltmeister in der Staffel 1991) sowie Ex-Radrennfahrer Michael Hübner (54, siebenfacher Weltmeister auf der Bahn). Gemeinsam mit der Agentur exclusiv events um den Ex-Eisschnellläufer Sven Hertwig (43) stießen sie bei der Gala mit 600 Gästen an. Unter ihnen Bahnradsportlerin Kristina Vogel (23), Ex-Weltklasse-Skispringer Jens Weißflog (49) und Ex-Profi-Boxer Axel Schulz (45).