merken
PLUS

Dippoldiswalde

Im Sattel ins Reich der Mitte

Seit knapp sieben Wochen sind zwei junge Männer aus Ruppendorf und Schmiedeberg unterwegs – mit dem Fahrrad.

Georg Walther (li.) aus Schmiedeberger und Tobias Heber aus Ruppendorf sind gerade mit dem Fahrrad unterwegs nach Südchina. Derzeit sind sie in der Türkei.
Georg Walther (li.) aus Schmiedeberger und Tobias Heber aus Ruppendorf sind gerade mit dem Fahrrad unterwegs nach Südchina. Derzeit sind sie in der Türkei. © privat

Von Dresden nach Südchina radeln, das haben sich Tobias Heber und Georg Walther vorgenommen.

In sieben Monaten wollen sie rund 16 000 Kilometer zurücklegen – sieben Wochen sind sie bisher unterwegs und schon ein gutes Stück weit gekommen. Europa liegt bereits hinter ihnen, derzeit radeln die zwei Freunde aus dem Osterzgebirge am Schwarzen Meer entlang, durch die Türkei, nahe Pompeiopolis. „Landschaftlich sind gerade die vergangenen Tage im gebirgigen Inland und an der Schwarzmeerküste atemberaubend gewesen. Die Menschen treten uns stets offen und freundlich gegenüber und wir genießen jeden Tag aufs Neue die türkische Küche“, schreiben die zwei Hobby-Radfahrer. Dennoch werde ihnen aber auch die Lage des Landes bewusst. „Unzufriedenheit mit der politischen Situation kommt uns häufiger zu Ohren. Gerade die Inflation der Lebensmittelpreise und der Wertverlust der türkischen Lira machen den Menschen schwer zu schaffen“, beobachten die beiden.

Anzeige
Gemeinsam allem gewachsen

Die Sparkassen-Versicherung Sachsen ist auch in dieser außergewöhnlichen Situation für ihre Kunden da.

Gelegenheiten, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen, bieten sich des Öfteren: „Über Warmshowers – Radreisende geben anderen Radreisenden eine kostenlose Unterkunft – kommt man in längere Gespräche mit seinen Gastgebern und lernt eine Menge über das Land, bekommt landestypisches Essen aufgetischt und fühlt sich immer sehr willkommen.“

Aber auch auf der Straße werden sie mittlerweile täglich angesprochen und beantworten die neugierigen Fragen mal auf Englisch, mal mit Händen und Füßen. Die Gastfreundschaft der Menschen hat Tobias Heber und Georg Walther sehr beeindruckt. Das lässt die beiden mit Vorfreude auf die nächsten Wochen und Monate blicken, schreiben sie.

Ins große Abenteuer aufgebrochen sind die Hobby-Radfahrer am 20. März in Dresden an der Frauenkirche. „Der erste Streckenabschnitt bis Wien war besonders durch die kühlen Nachttemperaturen fordernd“, erklären Tobias Heber und Georg Walther rückblickend. „Bis auf eine Nacht verbrachten wir alle im Zelt.“ Vor allem das Waschen mit dem kalten Wasser aus den Bächen und Flüsschen sei schon eine Überwindung gewesen. „Ansonsten mussten wir uns ziemlich anstrengen, um nicht schon frühzeitig hinter den Zeitplan zu kommen.“ Denn 85 Kilometer wollen sie im Schnitt täglich zurücklegen, bei einem Ruhetag pro Woche. „Gerade die ersten Wochen der Tour hatten wir sehr straff geplant. Jeden Tag um die 100 Kilometer zu fahren geht, aber eben nicht zwei Wochen am Stück“, erklären die beiden. Der stetige Zeitdruck habe sie fast vergessen lassen, dass sie auf ihrer Reise auch ein bisschen Urlaub machen wollen und nicht nur von früh bis spät im Sattel sitzen.

Die täglichen Strapazen stecken die zwei Hobby-Radler im Übrigen gut weg: „Sowohl Körper als auch Kopf spielen bisher sehr gut mit. Wir hatten ganz am Anfang ein paar kleinere Eingewöhnungswehwehchen. Ansonsten haben wir aber weder mit Muskelkater noch mit Sitzbeschwerden zu tun.“

Wer Tobias Heber und Georg Walther begleiten möchte, kann das auf Facebook.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.