merken
PLUS

Im Trend

Es geht manchmal schon seltsam zu: Kaum hat ein Gericht entschieden, dass Mieter beim Auszug bunt gestrichene Wände übermalen müssen, stellen Experten fest, dass helle Wände im Trend liegen. Weiß bringe Frische in die Räume, heißt es.

Von Siggi Grohmann

Es geht manchmal schon seltsam zu: Kaum hat ein Gericht entschieden, dass Mieter beim Auszug bunt gestrichene Wände übermalen müssen, stellen Experten fest, dass helle Wände im Trend liegen. Weiß bringe Frische in die Räume, heißt es.

Anzeige
Dresdner Christstollen genießen
Dresdner Christstollen genießen

Kommen Sie in Weihnachtsstimmung mit hauseigenen Spezialitäten der Fürstenbäckerei Matzker!

Und was drinnen gut ist, kann draußen nicht schlecht sein. Manchmal geht es wirklich seltsam zu: Kaum wurde in Mittelsachsens Kreisstadt der Christmarkt eröffnet, schneite es. Ob das Stadtmarketing einen Vertrag mit Frau Holle hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob es im nächsten Jahr wieder so wird, wenn dann die Verwaltung der Stadt die Marketingaufgaben übernommen hat, wird sich zeigen.

Aber im Moment ist es so, dass die 93 Buden auf Freibergs Obermarkt im winterlichen Glanz erstrahlen, und gegen die Frische hilft neben dem Glühwein inzwischen auch Glühbier. Mittelsachsens Kreisstadt ist ja neben Kreis-, Berg-, und Universitäts-, auch Bierstadt. Seit Kurzem kann man auf einer kulinarischen Führung durch die Altstadt ein Bierdiplom erwerben. An der Bergakademie hält Bier-Professor Esslinger vom Brauhaus schon seit geraumer Zeit Vorlesungen und Seminare zu Hopfen und Malz. Aber nun zieht der edle Reben- mit dem Gerstensaft gleich. Dr. Georg Prinz zur Lippe wurde zum Honorarprofessor für Weinbau und Kellerwirtschaft an die Universität berufen. Gut, es heißt ja auch Weinberg, insofern hat man eine Verbindung zur Bergstadt, aber jetzt wartet man in Mittelsachsen vermutlich noch auf einen Whisky-Experten. Aber der wird dann gewiss nicht von der Bergakademie, sondern vom Brennstoff-Institut engagiert.

Engagiert ist die Stadtmarketing-Gesellschaft, die bekanntlich zum Jahresende aufgelöst wird, auch bei der Eisbahn im Hof von Schloss Freudenstein. Bis Mitte März sind dort vier Eis-Diskos geplant. Zudem findet jeden Dienstag eine After-Work-Partystatt, zu der Videos und Konzertmitschnitte an der Wand des Schlosses gezeigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht allzu heiße Clips sind – damit das Eis nicht vorzeitig schmilzt. Ob passend zur dortigen Mineralienausstellung die Puhdys mit ihrem altem Titel „Steine“ gespielt werden, weiß man nicht. Vielleicht erklingt auch „Alt wie ein Baum“.

Und um das Alter der fünf Musiker geht es bei der Vermutung mancher Fans, die ein Ende der Band befürchten. Für das nächste Jahr ist im Tivoli im Gegensatz zu bisher nur ein einziges Konzert geplant, und das liegt noch vor dem Bandgeburtstag am 19. November. Allerdings haben die Puhdys nicht nur gesungen, dass sie bis zur Rockerrente spielen, sondern auch gesagt, dass sie erst abtreten, wenn sie gemeinsam mit den Rolling Stones in Peking gespielt haben. Allerdings sind die „rollenden Steine“ auch nicht mehr die Jüngsten. Sänger Mick Jagger ist schon Urgroßvater.

Daran kann man wieder einmal sehen, wie schnell die Zeit vergeht. Also genießen wir die Vorweihnachtszeit bei einem entsprechenden Heißgetränk, und zwar im winterlichen Ambiente.