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Immer mehr Dieselautos als Firmenwagen

Der Trend zu dieser Antriebstechnik ist im Landkreis Görlitz ungebrochen. Obwohl Benziner insgesamt beliebter sind.

Von Anja Beutler

Landkreis Görlitz. Im Landkreis Görlitz hat sich der Hang zum Diesel-Dienstwagen deutlich verstärkt. Das geht aus den Zahlen des Landkreises Görlitz hervor, die auf SZ-Anfrage eine deutliche Steigerung bei den Neuzulassungen aufzeigen. Demnach sind im Jahr 2015 fast drei Viertel – knapp 74 Prozent – aller neu zugelassenen Dieselfahrzeuge für gewerbliche Zwecke registriert worden. Dieser Anteil hat sich in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gesteigert. Im Jahr 2011 lag der Anteil der gewerblich genutzten Diesel-Neuzulassungen noch bei 62 Prozent.

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Bei den Benzinern sieht die Quote deutlich anders aus: Rund ein Drittel der neu zugelassenen Autos mit Benzinmotor sind ausdrücklich für den Job gemeldet. Auch hier hat es zwar in den vergangenen fünf Jahren eine deutliche Steigerung von knapp elf Prozent im Jahr 2011 gegeben. Dennoch bleibt der Unterschied zu Dieselmodellen deutlich sichtbar.

Ganz entgegengesetzt, aber nicht zu übersehen ist auch die wachsende Dominanz der Benziner bei den Neuzulassungen: Mit 3 168 neu gemeldeten Modellen liegt diese Antriebsart um 855 vor den Dieselfahrzeugen. Auch diese Schere hat sich in den vergangenen fünf Jahren weiter geöffnet: 2011 waren bei den Zulassungsstellen nur 303 mehr Benziner neu angemeldet worden.

Dies ist auch der Grund, warum sich der Anteil der neu zugelassenen Diesel-Modelle insgesamt im Kreis relativiert: Blickt man nämlich auf die Neuzulassungen insgesamt, dann ist nur knapp jede dritte ein gewerblich genutzter Diesel. Im Vergleich zu 2011 ist auch hier festzustellen, dass der Anteil leicht gestiegen ist: Vor fünf Jahren war es ein gutes Viertel.

Mit diesen Zahlen bewegt sich auch der Landkreis in einem deutschlandweit zu beobachtenden Trend. Denn Dieselfahrzeuge sind generell als Dienstwagen beliebt, gerade auch mit stärkerer Motorisierung. Das liegt vor allem daran, dass sie auf längeren Strecken als effizienter gelten und zudem an der Zapfsäule weniger kosten. Außerdem lassen sich auch bei großen, PS-starken Autos mit dieser Antriebsart über das Dienstwagenprivileg Steuern sparen. Ein Fakt, den vor allem Umweltschutzorganisationen wie der BUND kritisieren.