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Sachsen

So läuft heute der Schülerstreik in Sachsen 

In mehreren Städten schwänzen Jugendliche den Unterricht und demonstrieren  für den Klimaschutz. Sächsische.de wird ab Mittag bei "Fridays for Future" dabei sein. 

Auch in Dresden demonstrierten Schüler schon mehrfach für mehr Klimaschutz.
Auch in Dresden demonstrierten Schüler schon mehrfach für mehr Klimaschutz. © René Meinig

Von Okan Bellikli

Dresden. Zum globalen Aktionstag der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ am Freitag werden auch Schüler in Sachsen streiken. Geplant sind Demonstrationen in Chemnitz, Dresden, Freiberg, Görlitz und Leipzig, Regionalgruppen gibt es zudem in Annaberg-Buchholz und Zwickau. An den Gymnasien in Görlitz erhalten die Jugendlichen laut den Veranstaltern automatisch eine Freistellung für den Tag.

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Die Dresdner Gruppe sprach auf ihrer Facebook-Seite von einem weltweiten Ereignis, „welches wichtig sein wird für unser aller Zukunft“. Die Organisatoren rechnen mit mindestens 500 Teilnehmenden. „Wir glauben, dass es um die 700 werden. Mehr als 1.000 wäre eine Überraschung“, sagte Thomas Lorenz, der Sprecher der Gruppe. Der 19-Jährige besucht eine Fachoberschule in Dresden. 

Die Demonstration in der Landeshauptstadt startet um 12 Uhr auf dem Gelände des St. Benno-Gymnasiums. Sie führt über den Goldenen Reiter zum Carolaplatz. Gegen 16 Uhr soll der Zug an der Kreuzkirche ankommen. Laut Polizei ist auf der Demo-Strecke mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. In Chemnitz wird die Aktion vom Studierendenrat der Technischen Universität sowie vom Stadtschülerschaftsrat unterstützt.

In Leipzig werden nach Angaben der Stadtverwaltung rund 1000 Mädchen und Jungen erwartet, die anstatt zur Schule zu gehen durch die Innenstadt bis zum Bundesverwaltungsgericht ziehen. In Chemnitz rufen die Organisatoren in der Mittagszeit dazu auf, auf den Neumarkt zu kommen und ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Gerechnet werde mit Hunderten Schülern und einem «bunten Protest».

"Die Schüler haben es geschafft, das Thema auf die öffentliche Agenda zu setzen", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Dennoch rief das Ministerium zur Einhaltung der Schulpflicht auf. "Es gibt Regeln, und die müssen eingehalten werden."

Bundesweit wollen Schüler in mehr als 100 Städten auf die Straße gehen. Es soll den Organisatoren zufolge der bislang umfassendste Protest werden. 

Die inzwischen vielerorts – in der Regel wöchentlich – stattfindenden Proteste, zu denen auch Studierende und Auszubildende aufgerufen sind, gehen auf die schwedische Schülerin Greta Thunberg zurück. Diese schrieb beim Kurzmitteilungsdienst Twitter, es seien Aktionen an mehr als 2.000 Orten in über 100 Ländern geplant.

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In Sachsen lädt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am 22. Juni mit dem Landesschülerrat zu einer Klimakonferenz in Leipzig ein. „Wir nehmen die jungen Leute ernst.“ Sie sollen mit Fachleuten und Politikern ins Gespräch kommen, auch Workshops zum Klimaschutz sind geplant. Neben dem Ministerpräsidenten werden Vertreter aus den Ministerien teilnehmen. Thomas Lorenz findet die Idee grundsätzlich gut. „Mir geht sie aber nicht weit genug“, so der Schüler. Wenn Kretschmer das als Ablenkungsmanöver benutzen wolle, dann unterstütze die Dresdner Gruppe das nicht. (SZ)

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