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In alten Kellerräumen entsteht ein modernes Fotoatelier

Die Görlitzer Schule der Bildungseinrichtung ABTW stellte ihre neue Ausbildungsrichtung zum Tag der Offenen Tür vor.

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Von Rolf Ullmann

Joana Strauß schaut immer wieder konzentriert auf das durch einen Beamer an die Wand geworfene Bild. Dann gleitet ihr Bleistift wieder über das Zeichenblatt. Ihre Aufgabe besteht darin, das Original in seiner Gesamtkonzeption bis hin zu den Details so gut wie möglich zu kopieren. Diese Aufgabe stellt einen Teil des Eignungstestes für die neue Ausbildungsrichtung eines Assistenten für Gestaltungstechnik dar.

In einigen Tagen wird die 16-jährige Joana dann erfahren, ob sie Ende August ihre Ausbildung an der Akademie Bauwesen, Technik und Wirtschaft gGmbH ( ABTW) beginnen kann. 16 Jugendliche unterziehen sich am Sonnabend während des Tages der Offenen Tür an der ABTW diesem Eignungstest. Einen weiteren wird es in einigen Wochen geben, erläutert Jürgen Eichhorn. Er ist als Berater der Geschäftsführung der ABTW in Görlitz tätig.

„Voraussetzung für die Aufnahme einer Ausbildung bei uns ist der Realschulabschluss. Selbstverständlich sind auch junge Leute willkommen, die über ein Abitur verfügen.“ Die Klasse soll etwa 25 bis 30 Schüler umfassen. Einige Plätze seien noch frei, ergänzt der Berater. Die späteren Einsatzmöglichkeiten sind sehr breit gestreut. Neben der Arbeit in Werbeagenturen sind auch die Schau-und Werbeabteilungen großer Kaufhäuser oder Unternehmen der Industrie mögliche Tätigkeitsfelder der künftigen Gestaltungstechniker.

Beträchtliche Mittel investiert

Die Görlitzer Bildungseinrichtung investierte beträchtliche Mittel in die Bereitstellung der notwendigen Räumlichkeiten und der Technik. So sind derzeit die Mitarbeiter verschiedener Gewerke dabei, ehemalige Kellerräume unter anderem in ein Fotoatelier sowie ein Labor umzubauen. Schließlich sollen die jungen Damen einmal später nicht nur den Umgang mit dem Computer beherrschen sondern auch den Auslöser einer Kamera im richtigen Moment beherrschen.

„Wir befinden uns derzeit in der dritten Stufe der Entwicklung der Görlitzer Schule der ABTW“, schätzt Dagmar Herbeck-Rosenbaum, die Geschäftsführerin des Unternehmens ein. Diese gute Entwicklung sei vor allem auf das Engagement des Lehrkörpers für eine fachlich fundierte Ausbildung zurückzuführen.

Kontinuierlich wächst auch die Zahl der Schüler aus Polen an der ABTW. Mit Katarzyna Bizon steht die erste Schülerin kurz vor den Abschlussprüfungen. Inzwischen sind vier neue Schüler aus Polen hinzu gekommen. Jürgen Knospe , der Schulleiter in Görlitz liebäugelt bereits mit der Aufnahme von Schülern aus Tschechien.

Der Besuch von jungen Damen und Herren der privaten Fachschule für Management aus Ceska Lipa nährt diese nicht ganz unbegründete Hoffnung des Schulleiters. Eva Matouskova, die Direktorin der Fachschule, betonte ihrerseits mehrfach während des Rundganges das große Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit.