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Zittau

Flut der Corona-Patienten ist ausgeblieben

In den Kreiskrankenhäusern Ebersbach, Zittau und Weißwasser sind zehn Menschen behandelt worden. Trotzdem werden weiter Betten freigehalten.

Solche Bilder mit Corona-Kranken gab es in den drei Krankenhäusern des Kreises Görlitz, in Weißwasser, Ebersbach und Zittau nur selten.
Solche Bilder mit Corona-Kranken gab es in den drei Krankenhäusern des Kreises Görlitz, in Weißwasser, Ebersbach und Zittau nur selten. © Symbolfoto: Felix Kästle/dpa

Seit 6. Mai hat es im Landkreis Görlitz keine Corona-Neuerkrankungen mehr gegeben. Von den insgesamt 268 betroffenen Menschen sind aktuell noch acht krank, 22 in Zusammenhang mit der Krankheit verstorben. Die anderen sind wieder gesund. 

Vor diesem Hintergrund  hat der Landkreis Görlitz auf SZ-Anfrage eine Bilanz zur bisherigen Behandlung von COVID-19 in den drei Kreiskrankenhäusern vorgelegt. Demnach sind dort insgesamt zehn mit dem neuartigen Virus infizierte Menschen aufgenommen worden: neun in Weißwasser, einer in Ebersbach und keiner in Zittau. "Neben dem Krankenhaus St. Carolus in Görlitz ist das Krankenhaus Weißwasser für die Aufnahme von COVID-19-Patienten in der ersten Stufe vorgesehen", erklärt Franziska Glaubitz vom Landratsamt die wenigen Fälle in Ebersbach und Zittau.

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Das St. Carolus-Krankenhaus der Malteser war als erste Anlaufstelle vom Kreis festgelegt worden, für den Norden kommt Weißwasser dazu. "Mit dem Hintergrund, die COVID-19-Patienten, an möglichst wenigen Punkten im Landkreis zu bündeln, um so die Infektionsverschleppung zu minimieren", so die Sprecherin am Dienstag. Es habe auch in den Krankenhäusern Zittau und Ebersbach weitere positiv auf COVID-19 Getestete gegeben. Diese seien aber eben ins Krankenhaus St. Carolus verlegt worden. Auch der eine Ebersbacher Patient ist nach Görlitz transportiert worden. In Weißwasser sind zwei der Patienten verstorben.

Die drei Krankenhäuser haben nun damit begonnen, wegen der befürchteten Auswirkungen der Pandemie verschobene Operationen und Behandlungen nachzuholen. "Immer unter der Maßgabe, die jederzeitige Möglichkeit der Freilenkung von benötigten Kapazitäten für COVID-19-Patienten und die Einhaltung der neuen Hygieneregeln und Festlegungen in Bezug auf SARS-CoV-2", so die Sprecherin des Landkreises.

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Zu Beginn der Krise mussten alle Krankenhäuser auf Anweisung der Landes- und Bundesregierung 45 Prozent der Betten für mögliche Corona-Patienten freihalten. "Da die prozentuale Freihaltung eher schwierig darzustellen ist, haben wir in Absprache mit der Krankenhausleitstelle Dresden, an der Uniklinik Dresden, feste Zahlen an Betten festgelegt", so die Sprecherin. "Dies sind für alle Kliniken innerhalb des Landkreises elf Intensivbetten und 58 Normalbetten, als freizuhaltende Mindestkapazität für COVID-19-Patienten."

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