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In der Natur den Teamgeist wecken

Zelten. Das Jugendhaus Neukirch organisiert ab Montag drei Camps. Die SZ sprach mit Candy Irmsch, Sozialarbeiterin.

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Was erwartet die Besucher eures Camps?

Wir sind kein klassisches Ferienlager. Die Planung wird eigentlich von den Jugendlichen selbst organisiert. Aber ein besonderes Highlight wird der Ausflug nach Sohland zum Paddeln am Stausee sein.

Wie muss man sich das Camp vorstellen?

Jeder bringt sein Zelt mit. Außerdem gibt es ein Küchenzelt, einen Erdkühlschrank und eine Lagerfeuerstelle. Die Jugendlichen kümmern sich selbst um das Essen. Das heißt, jeden Tag werden zwei bis drei Leute für den Küchendienst eingeteilt.

Und wie lebt es sich?

Das Ganze ist sehr naturverbunden. Die Jugendlichen müssen sich mit einfachen Mitteln durchschlagen. Wir haben zum Beispiel kein fließendes Wasser. Für die meisten ist es etwas ganz Neues, so ein Leben ohne Technik. Was bedeutet, dass alle aufeinander angewiesen sind und dass trotz der Cliquenbildung am Ende der Woche eine Gemeinschaft entstanden ist.

Es gibt ja drei verschiedene Camps. Wieviele Leute sind bei den einzelnen zu erwarten?

Wir haben für jedes Camp eine Kapazität von 25 Plätzen. Sohland ist schon voll belegt, aber in Neukirch und Wilthen sind noch Plätze frei.

Und wer ist dort so anzutreffen?

In Neukirch zelten überwiegend die 15- und 16-Jährigen. In Wilthen ist zwischen 13 und 15 Jahren alles anzutreffen, und in Sohland findet man vor allem Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren.

Welche Regeln gelten im Camp?

Als Allererstes gibt es bei uns ein striktes Alkoholverbot, das aber auch von unseren Campern akzeptiert wird. Dann findet jeden Morgen eine Elf-Uhr-Runde statt, an der jeder teilzunehmen hat. Außerdem gibt es noch die regulären Regeln, wie das Einverständnis der Eltern oder die Platzruhe ab 22 Uhr.

Interview: Mirjam Roth