merken
PLUS

In die alte Schule ziehen Senioren ein

Eine Tagespflege, Plätze zur Betreuung von Demenzkranken und betreutes Seniorenwohnen sollen in zwei Jahren entstehen.

Nach langer Wartezeit sind jetzt die Würfel gefallen. Die Gemeinde Neschwitz hat ihre leer stehende Schule verkauft. Dazu wurde eine extra Gesellschaft gegründet, hinter der die Inhaber der advita Pflegedienstgesellschaft, Dr. Matthias Faensen und seine Frau, Milada Tupová-Faensen, stehen. Durch die Senioren-Wohnen Neschwitz, Objektbesitz- und Verwaltungs-Gesellschaft, sollen in dem Gebäude eine Tagespflege für 30 Gäste, eine Wohngemeinschaft für zwölf Bewohner mit Demenz und insgesamt 22 Service-Wohnungen eingerichtet werden. Die Gesamtinvestition wird fast drei Millionen Euro betragen. Der Neschwitzer Bürgermeister Gerd Schuster (CDU) freut sich über diese Entwicklung, auf die die Gemeinde lange gewartet hatte. „Im Umkreis von zehn Kilometern gibt es nur eine einzige Pflegeeinrichtung. Damit unsere älteren Mitbürger nicht bis Bautzen fahren müssen, um einen Platz in einem Pflegeheim oder einer betreuten Wohnung zu finden, müssen wir solche Versorgungsmöglichkeiten auch in den ländlichen Gemeinden anbieten. Das ist eine sehr sinnvolle Nachnutzung des am Schlosspark gelegenen Schulgebäudes“, sagt Schuster.

Auch für Dr. Faensen ist die Lage der Schule ein wichtiges Argument für sein Engagement. „Mich hat der Blick aus den Klassenzimmern hinüber zum barocken Schlossensemble gleich begeistert. Zukünftig können die Bewohner des Service-Wohnens oder die Gäste der Tagespflege von hier aus direkt zum Spazieren in den Schlosspark gehen.“

Autohaus Dresden
Eines der besten Autohäuser in Deutschland
Eines der besten Autohäuser in Deutschland

Dresden braucht starke und innovative Unternehmen, wie das Autohaus Dresden. Der Opelhändler ist seit über 25 Jahren tief mit der Region verwurzelt.

Die advita Pflegedienstgesellschaft hat in Sachsen schon mehrere Gebäude, die ihre frühere Funktion verloren hatten, für ein Senioren-Wohnen umgebaut. Dies ist kostengünstiger, als immer neue Heime zu bauen. Außerdem haben die Gebäude eine Geschichte und die Menschen, die hier leben und vielleicht darin später wohnen werden, haben eine Beziehung zu dem Gebäude, findet Faensen. Dies dürfte auf die Gemeinde Neschwitz und die Schule am Schlosspark auf jeden Fall zutreffen. In zwei Jahren sollen die ersten Bewohner einziehen. Jetzt wird erst einmal der Bauantrag gestellt.

Die Idee, aus der leerstehenden Schule eine Pflegeeinrichtung zu machen, entstand bereits 2008. Damals gab es Gespräche mit dem DRK, das in Neschwitz eine Kita und in Königswartha ein Pflegeheim betreibt. Die Idee war, nach dem Bau der neuen Grundschule und dem Auszug der Kinder 2009 mit der Planung zu beginnen. Doch die Verhandlungen zogen sich hin. 2011 kam das Aus für das DRK. Der neue Geschäftsführer hatte im Dezember mitgeteilt, dass er die Finanzierung einer solchen Einrichtung wirtschaftlich nicht vertreten könne. Zum Glück gab es dann Kontakte zur advita Pflegedienstgesellschaft. Im Dezember 2012 stellt Dr. Faensen den Gemeinderäten erstmals sein Konzept vor. Nun soll es umgesetzt werden. (SZ/kf)