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In die Mauern gefressen

Der Abriss zweier Zittauer Wohnhäuser ist in vollem Gange. Eines davon hinterlässt eine markante Lücke.

© SZ Thomas Knorr

Von Gesine Schröter

Die Zittauer Wohnbaugesellschaft (Woba) lässt derzeit zwei große Wohnhäuser in Zittau-Süd und -Nord abreißen. Es handelt sich dabei um das Haus Schrammstraße 64, Ecke Südstraße, sowie einen Wohnblock in der Pablo-Neruda-Straße 1 bis 11 im Neubaugebiet Zittau-Nord.

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In die Mauern des Gebäudes in der Schrammstraße frisst sich seit diesem Montag die Schaufel eines Baggers. Die Vorkehrungen für den Abriss in der Pablo-Neruda-Straße laufen zwar bereits seit dem 21. Oktober, doch jetzt türmen sich auch hier die Bretter und Balken vor den Haustüren. Der Abbruch dieses Gebäudes aus DDR-Zeiten wird mit Fördermitteln aus dem Landesprogramm für Rückbau von Wohngebäuden finanziert. Darüber informiert Woba-Mitarbeiterin Yvonne Urban. Das baufällige Objekt in der Schrammstraße reiße die Wohnbaugesellschaft hingegen auf eigene Kosten ab. Beide Gebäude werden bis zum Ende dieses Jahres von der Zittauer Bildfläche verschwunden sein. Besonders das Objekt in Zittau-Süd hinterlässt damit eine große Lücke an einer markanten Stelle.

Die Entscheidung seitens der Woba zum Abriss der Gebäude kommt indessen relativ überraschend. Zwar hatte der Zittauer Stadtrat Ende Januar einen Plan zum Umbau der Stadt abgesegnet, der den Abriss von zahlreichen Gebäuden beinhaltet (die SZ berichtete). Allerdings hatten daraufhin die Wohnungsgenossenschaft Zittau und auch die Zittauer Wohnbaugesellschaft gegen das Konzept in dieser Form protestiert. So hatte Woba-Chefin Uta-Sylke Standke unter anderem geäußert, der Gesellschaft könnten durch solche Abrisse existenzielle Schwierigkeiten drohen.

Frau Standke befindet sich derzeit zwar im Urlaub, hat aber eine Stellungnahme zu den aktuellen Abrissarbeiten für kommende Woche angekündigt.