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In einer Acht über den Lindenplatz

Die Stadt Leisnig hat während des Baus die Pläne für die Verkehrsführung geändert. Dabei wurde die lange vorher diskutiert.

Mitten in der Bauphase haben die Stadträte jetzt einer Gestaltungsänderung für den Leisniger Lindenplatz zugestimmt.
Mitten in der Bauphase haben die Stadträte jetzt einer Gestaltungsänderung für den Leisniger Lindenplatz zugestimmt. © Dietmar Thomas

Leisnig. Wahrscheinlich ab August soll der Verkehr wieder über den Lindenplatz rollen. Die Erneuerung der ersten Versorgungsleitungen dort ist schon abgeschlossen. Auf der Häuserseite haben die Anwohner wohl zum ersten Mal einen ordentlichen Gehweg vor ihrer Ausfahrt bekommen.

 Und mittlerweile nimmt auch die neue Verkehrsführung Gestalt an. Der haben die Stadträte erst in der vergangenen Woche zugestimmt. Dabei hatte eigentlich schon seit September 2018 festgestanden, wie Kraftfahrer in Zukunft einmal über den Platz rollen sollen. Der Hauptverkehr sollte über die Würkertstraße, also um den Oberschulaltbau, abfließen. Gleichwohl sollte ebenso die Möglichkeit bestehen, das Areal entgegengesetzt der bisherigen Einbahnstraße zu verlassen. 

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Das hätte eine weitere Auffahrt auf die Chemnitzer Straße bedeutet. Kritische Stimmen, dass die Übersicht dort ohnehin schon schlecht ist, gab es 2018 bereits. Damals hieß es, Testfahrten hätten ergeben, dass diese Verkehrsführung durchaus praktikabel ist.

Keine Gefährdung heraufbeschwören

Mittlerweile habe sich die Kommune die Kreuzung Chemnitzer Straße/Lindenplatz noch einmal genau angeschaut, sagte Bauamtsleiter Thomas Schröder. Würde die Ausfahrt wie geplant vom Reisebüro gestattet, dann gebe es auf der Chemnitzer Straße innerhalb von wenigen Metern insgesamt vier Ein- und Ausfahrten. Das sei schwierig, möglicherweise gerade für Auswärtige schwer zu durchschauen und deshalb „unfallträchtig“, so Schröder. 

Aus diesem Grund wird es vorm Reisebüro weder Ein- noch Ausfahrt zum oder vom Lindenplatz geben. Die jetzige Straße wird abgehangen und die neue nur noch drei Meter breit. Mit Geschäftsanliegern und Anwohnern sei das abgesprochen, so der Amtsleiter.Mit dem neuen Konzept wird der Mittelteil durch eine Straße in Form einer Acht in zwei Bereiche gegliedert. Die vorgesehenen 32 Poller zu Abgrenzung hält die Kommune für wichtig, um die Fußgänger – in diesem Bereich auch viele Schüler – zu schützen.

 Ein Verlassen des Parkplatzes „Alte Feuerwehr“ soll wie bisher auf kurzem Weg möglich sein. Dafür werde das Straßenstück zwischen Ausfahrt und Chemnitzer Straße auf sechs Meter verbreitert. In den ersten Diskussionen war überlegt worden, dort eine Einbahnstraße auszuweisen.

Mit der Änderung soll der Platz weiter beruhigt und für alle Nutzer sicherer gestaltet werden. Auch wenn dafür von allem mehr benötigt werde – Bordstein, Asphalt, Unterbau – bringe das keine Mehrkosten für die Kommune, sicherte der Amtsleiter zu. „Das liegt im Budget.“ Die Neugestaltung des Leisniger Lindenplatzes wird rund eine Million Euro kosten

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