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In Negombo wächst das Großenhain-Projekt

Andernorts stockt die Verwendung der Tsunami-Spendengelder. In Großenhain ist das nicht so. Das Geld wird verbaut.

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Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Vier Monate nach der verheerenden Flutwelle in Sri Lanka wächst in Negombo das Großenhainer Hilfsprojekt empor. Fotos der betreuenden katholischen Kirche vor Ort beweisen: Das Gelände wurde beräumt und eingeebnet, nun werden die Fundamente gelegt. Bis Dezember soll das Beratungs- und Betreuungszentrum für psychisch beeinträchtigte Menschen stehen.

Vielerorts wird noch gespendet

Über 47 400 Euro haben Menschen aus der ganzen Region bisher für das Hilfsprojekt gespendet. Jeder Cent fließt auch dort hinein. „Und die Aktion läuft noch bis Ende Mai weiter“, sagt Jens Krüger, der gemeinsam mit Anton Fernando die Hilfe direkt in Sri Lanka anschob. In zahlreichen Kommunen, so in Strehla, in Zabeltitz, auch in Großenhain wird noch gesammelt. Im Landratsamt gaben die Mitarbeiter 100 Euro, eine Sammlung auf Baustellen der Innova Baugesellschaft ergab 256 Euro. Von der Stadt Riesa wurde ein größerer Betrag eingezahlt. Allein in den Sammelbüchsen in Großenhain fanden sich 3 740 Euro. „Im Namen der Menschen dort möchte ich allen Spendern von Herzen danken“, sagt Anton Fernando, der in der Region aufgewachsen ist.

Die erste Rate der Spenden wurde bereits auf ein Konto der Kirche in Negombo überwiesen. Ein Vertrag stellte alles auf sichere Füße. Regelmäßig ist Projektverantwortlicher Pater Terrence mit Großenhain im Kontakt. „Ende Mai werden wir die zweite Rate der Spenden nach Sri Lanka schicken“, sagt Jens Krüger von der Stadtverwaltung. Er weiß, dass noch einige größere Summen ausstehen.

Aufruf zum Endspurt

Um jetzt zum Endspurt in der Spendenaktion aufzurufen, haben sich die Verantwortlichen nicht nur an die Zeitung gewandt. Der Film, den die beiden Männer vor Ort drehten, ist jetzt als Ausleih-Video bzw. -DVD in der Preuskerbibliothek zu haben. Als Kauf-DVD gibt es ihn im Rathaus-Servicepunkt. „Darin wird die Notwendigkeit unseres Projektes erklärt, der Film ist aber auch eine Art Reisebericht und beschreibt noch zwei andere Hilfsmöglichkeiten, die wir an den Beirat Seebebenhilfe der sächsischen Landesregierung weitergegeben haben“, erklärt Jens Krüger.

Das Beratungs- und Betreuungszentrum soll vielen betroffenen Menschen helfen, die Folgen der Katastrophe zu überwinden. Junge Leute sollen eine Ausbildung und damit eine Perspektive bekommen. „Damit erreichen wir am Ende mehr, als wenn wir neue Wohnhäuser gebaut hätten, wie ursprünglich gedacht“, so Anton Fernando.

Hier nochmal die Bankverbindung:

Konto: 304 400 8777 bei der Kreissparkasse Riesa-Großenhain, Bankleitzahl: 85050200,

Empfänger: Stadtverwaltung Großenhain,

Verwendungszweck: Hilfe für Sri Lanka