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Bischofswerda

In Neukirch dreht sich’s

Beim Töpferfest am Wochenende gab’s viel zu sehen und zu kaufen – und auch Kurioses zu erleben.

Edgar (vorn) und Karl Louis Lehmann zeigten beim Töpferfest in Neukirch, dass auch das Vorderrad eines Wartburgs als Töpferscheibe dienen kann.
Edgar (vorn) und Karl Louis Lehmann zeigten beim Töpferfest in Neukirch, dass auch das Vorderrad eines Wartburgs als Töpferscheibe dienen kann. © Steffen Unger

Neukirch. Er sei ja eigentlich nicht mehr fahrtüchtig, gesteht Karl Louis Lehmann. Beim Töppellauf hat der Neukircher Töpfermeister gerade eine ordentliche Pulle Schnaps leeren müssen. Trotzdem setzt er sich jetzt unter den Augen vieler Zuschauer ans Steuer. Die Polizei muss aber nicht einschreiten. Denn der Wartburg, den er gleich starten wird, bewegt sich keinen Zentimeter vorwärts. Der beigefarbene Kombi ist vor der Töpferei Lehmann in Neukirch aufgebockt. Das Vorderrad, das in der Luft hängt, wird Lehmanns Bruder Edgar gleich als Töpferscheibe benutzen. „Hast Du schon einen Plan, was es werden soll?“, fragt Karl Louis aus dem Autofenster, als Edgar einen ordentlichen Klumpen Ton auf die Felge pappt. „Da leg’ ich mich noch nicht fest“, gibt er zurück. Jetzt muss Karl Louis, der auch Obermeister der sächsischen Töpferinnung ist, erst mal gefühlvoll Gas geben, damit sich das Rad möglichst gleichmäßig dreht. So einfach ist das gar nicht. Bei 15 km/h läuft es zunächst gut. Doch schon ruft Edgar: „Langsamer! Bist Du wahnsinnig!“ Gleich darauf herrscht Stillstand. Also den Motor noch mal neu starten! Wenig später nehmen die Lehmann-Brüder gemeinsam eine Vase vom Rad.

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