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In Oelsitz soll neues Bauland entstehen

Der Stadtrat soll den Weg für Riesas nächsten Eigenheimstandort bereiten. Andernorts ist man schon weiter.

Insgesamt vier Baugrundstücke könnten in Oelsitz am Weidaer Weg entstehen. Das Bild zeigt die Blickrichtung von der Riesaer Straße aus, im Hintergrund ist der neue Firmensitz der Bäckerei Jung zu sehen.
Insgesamt vier Baugrundstücke könnten in Oelsitz am Weidaer Weg entstehen. Das Bild zeigt die Blickrichtung von der Riesaer Straße aus, im Hintergrund ist der neue Firmensitz der Bäckerei Jung zu sehen. © Sebastian Schultz

Riesa. Wer in Riesa bauen will, der hat nicht gerade die Qual der Wahl. Kein Wunder also, dass gerade der Oberbürgermeister in den vergangenen Jahren oft das Mantra wiederholt hat, man müsse mehr Baugrundstücke anbieten, um so vor allem Familien in die Stadt zu ziehen. In seiner nächsten Sitzung am Mittwoch hat der Stadtrat die Möglichkeit, den Weg für einen weiteren Eigenheimstandort zu ebnen. 

Neben der Brauhaussiedlung in Altriesa entscheiden die Räte dann nämlich auch über die Auslegung der Pläne eines privaten Investors im Riesaer Ortsteil Oelsitz. Silvia und Klaus-Dieter Bäger wollen am Weidaer Weg, schräg gegenüber des Unternehmenssitzes der Bäckerei Jung, insgesamt vier Eigenheimgrundstücke erschließen.

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„Die Planungen laufen schon seit zwei Jahren“, sagt Klaus-Dieter Bäger. Wenn es allein nach ihm gehen würde, könnte man sofort losbauen. Interessenten jedenfalls haben sich bereits bei ihm gemeldet. „Es gibt schon drei Familien, die warten regelrecht wie auf Kohlen.“ So schnell wird es wohl nicht gehen, Bäger hofft, dass spätestens im Frühjahr losgebaut werden kann. Aber er wisse auch, dass es in solchen Planverfahren immer noch Verzögerungen kommen kann. Da müsse man sich nur das Hickhack um die B 169 ansehen.

©  SZ-Grafik

Schon einen kleinen Schritt weiter als in Oelsitz ist man an der Segouer Straße. „Derzeitig erfolgen durch das Planungsbüro noch letzte Abstimmungen mit Medienträgern bezüglich der erforderlichen Leitungsführung“, erklärt WGR-Chef Roland Ledwa auf Anfrage. Anschließend soll die Ausschreibung erfolgen. „Wir gehen davon aus, dass im Dezember Baubeginn sein wird.“ 

Bis Juli 2020 will die WGR mit ihrem Part der Erschließung fertig sein. OB Marco Müller hatte kürzlich bei einem Treffen des Wirtschaftsforums in Riesa die Hoffnung geäußert, dass Ende 2020 die ersten Hausbauer an der Segouer Straße aktiv werden könnten. Interessenten gibt es schon seit Monaten. Laut Roland Ledwa sind von den 36 Baufeldern schon jetzt 30 unverbindlich reserviert.

Bei allem konstatierten Mangel an Bauland in Riesa: Ein Selbstläufer ist das Geschäft mit den Grundstücken offenbar nicht. Diese Erfahrung hat das Immobilienunternehmen gemacht, das das ehemalige Grundstück von Getränke-Boden entwickeln wollte. Käufer gebe es bisher nicht, erklärt Makler Benno Reusch. Die derzeit geforderten 80 Euro pro Quadratmeter seien offenbar zu viel für viele Interessenten. 

Trotzdem soll die Erschließung demnächst beginnen. „Die Straßenplanung ist fertig.“ Jetzt folge die Abstimmung mit den beteiligten Unternehmen. „Wir hoffen, dass sich Interessenten finden, wenn die Stichstraße gebaut ist.“ Von den Plänen, auch Mehrfamilienhäuser auf dem Grundstück zu errichten, ist das Unternehmen abgerückt. Die Stadt habe nur eine kleinteilige Bebauung zugelassen. 

Was die Preise an der Segouer Straße angeht, hält sich die WGR bedeckt. Darüber müsse letztlich der Aufsichtsrat entscheiden, so Roland Ledwa. Das wird aber wohl erst passieren, wenn das Land auch erschlossen ist und die Kosten endgültig feststehen. Vom ursprünglich anvisierten Quadratmeterpreis von 50 Euro war das Unternehmen bereits im Mai abgerückt.

Auch Klaus-Dieter Bäger bleibt zurückhaltend, was seine Preisvorstellungen für die 890 bis 1.000 Quadratmeter großen Grundstücke in Oelsitz angeht. Zumindest im Vergleich zu Pausitz soll es aber günstiger werden, so viel lässt er sich entlocken.

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