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In Ost tanzen wieder die Puppen

14 Puppentheater werden am Sonntag zur 27. Kasperiade am Kulturbahnhof erwartet. Auch eine Ratte tritt auf.

© Arvid Müller

Von Ines Scholze-Luft

Auf acht Bühnen geht es am Sonntag von 10 bis 18 Uhr rund. Diesmal, bei ihrem zweiten Auftritt in Radebeul-Ost, hat die Kasperiade das gesamte Gelände vor dem Kulturbahnhof zur Verfügung. Und keine Bauzäune – wie zur Premiere 2013 – zu befürchten. Das hatte nämlich für Einschränkungen gesorgt, nachdem schon der Umzug des Puppenspielfests von Altkötzschenbroda ins neue Ortsteilzentrum in Ost bei manchem Radebeuler auf Kritik gestoßen war.

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Jetzt kann sich die Kasperiade voll entfalten. Nicht nur der Bahnhofsvorplatz avanciert in wenigen Tagen zur Spielstätte. Auch Volkshochschule und Bibliothek stellen Räume zur Verfügung. Dort unterhalten ein schreiendes Hähnchen und ein Drache mit roten Augen die Zuschauer. Zu den beiden gesellen sich in der Volkssolidarität der Wolf und die sieben Geißlein, in der Grundschule Friedrich Schiller das Sams und in der Sparkasse ein Wassermann.

Auch neben den Bühnen geht es rund, sagt Kulturamtsleiter Alexander Lange. Der Kinderzirkus vom Kinderschutzbund sorgt ebenso für Überraschungen wie die Outlaw-Feuerwehr, die jede Menge Spiele mitbringt. Der Lößnitzchor singt ab 15 Uhr in den Sidonienhöfen. Ein Leierkastenmann hat sich ebenfalls angesagt. Und Eigeninitiativen finden ihre Chancen beim Malen und beim Basteln.

Natürlich darf der Festivalkasper nicht fehlen. Ralph-Torsten Lincke schlüpft in diese Rolle, macht dann auch Interviews mit den Kasperiade-Teilnehmern. Dafür stehen zwei goldene Stühle auf der Open-Air-Bühne vorm Kulturbahnhof bereit. Einen festen Ablauf gibt es dabei nicht.

Anders bei den Aufführungen der Puppentheater. Dort geht es ganz nach Programm. Auch die Auftrittszeiten für Ursula von Rätin liegen fest. Zusammen mit ihrer „Animateuse“ Cornelia Fritzsche ist die bekannteste Ratte Sachsens am Sonntag ab 12.04 Uhr in der Lößnitzgrundbahn von Moritzburg nach Radebeul-Ost unterwegs. 17.26 Uhr geht’s dann zurück nach Moritzburg. Wer mit Ursula plaudern will, braucht eine gültige Fahrkarte. Darauf macht die schlagfertige Ratten-Dame aufmerksam. Denn sie wird diese Fahrkarte kontrollieren, hat sich für ihren Einstand als Zugbegleiterin extra freigenommen.

Aus den Händen der Ursula-Gestalter stammen auch die Marionetten, die das Hohenloher Figurentheater für die Eröffnung der Kasperiade am Sonnabend in den Kulturbahnhof mitbringt. Dort wird nämlich „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni aufgeführt. Ein Stück für Erwachsene.

Die 27. Kasperiade bietet für alle Altersklassen etwas, sagt Detlef Heinichen. Der Puppenspieler hat wieder die künstlerische Leitung des Fests übernommen. Und sorgfältig die Mitwirkenden ausgewählt. Immer auf der Suche nach neuen Künstlern aus der Region und ganz Deutschland. 14 Puppentheater sind diesmal dabei. Die meisten Stücke hat Detlef Heinichen schon gesehen und ist sich sicher, dass sie beim Publikum gut ankommen.

Mit etwa 2 000 Zuschauern rechnen die Organisatoren am Wochenende. Kulturamtschef Alexander Lange empfiehlt die Anreise mit Straßen- oder S-Bahn. Denn am 22. Juni ist die Sidonienstraße gesperrt und außerdem verkaufsoffener Sonntag in Radebeul-Ost.

„Der Diener zweier Herren“, 21. Juni, 19.30 Uhr, Kulturbahnhof, Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Reservierung: 0351 8305232; Eintritt Kasperiade: Erwachsene 7 Euro, Kinder 4 Euro;

www.kasperiade-radebeul.de