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In Sporbitz sind noch immer Flächen für Firmen frei

Das Gewerbegebiet war lange leer. Nun füllt es sich langsam. Für später gibt es sogar schon eine Verkehrsidee.

Trotz Ansiedlung von zwei Firmen im vergangenen Jahr ist immer noch Platz im Gewerbegebiet Sporbitz an der Stadtgrenze zwischen Dresden und Heidenau.
Trotz Ansiedlung von zwei Firmen im vergangenen Jahr ist immer noch Platz im Gewerbegebiet Sporbitz an der Stadtgrenze zwischen Dresden und Heidenau. © Daniel Schäfer

Während viel über den künftigen Industriepark Oberelbe (IPO) diskutiert wird, füllt sich das lange leerstehende Gewerbegebiet Dresden-Sporbitz langsam. Nachdem sich im vergangenen Jahr zwei Firmen ansiedelten, ist Dresden nun mit weiteren im Gespräch. Es handelt sich um mittelständische, produzierende Unternehmen, sagt der Wirtschaftsförderer im Dresdner Rathaus, Robert Franke. Die Verhandlungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, doch wird damit demnächst gerechnet. Dann sind drei Viertel der Fläche des Gewerbegebietes verkauft.

Noch vor einigen Jahren sah es gar nicht danach aus. Das von den Städten Heidenau und Dresden gemeinsam betriebene Gewerbegebiet kam nicht in die Gänge. Immer wieder wurde vor allem kritisiert, dass sich Dresden zu wenig engagiere. Inzwischen wird das Gewerbegebiet im Zusammenhang mit dem Industriepark Oberelbe genannt. Dann nämlich, wenn es um alternative Flächen geht. Doch auch wenn in Sporbitz immer noch Platz ist, sind die Bedingungen nicht vergleichbar mit denen des Industrieparks, sagen dessen Verfechter, allen voran die Bürgermeister von Pirna, Heidenau und Dohna. Ihr Hauptargument: die Größe der Grundstücke. Das Sporbitzer Gebiet an der Grenze zwischen Dresden und Heidenau ist 21 Hektar groß, der Industriepark soll mal 140 Hektar umfassen. Dort will man auf größeren Grundstücken größere Investoren anlocken.

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In Sporbitz gelang das Anlocken lange Zeit kaum. Inzwischen hat sich die Situation jedoch offensichtlich geändert. Die für die Vermarktung zuständige Dresdner Stadtverwaltung spricht von einer anhaltend großen Nachfrage nach Gewerbeflächen. Die Kunze GmbH aus Ullersdorf zum Beispiel, die voriges Jahr in Sporbitz baute, hatte direkt in Dresden nichts gefunden und wächst nun vom Rand aus. Genau wie die Creavac-Creative Vakuumbeschichtung GmbH, die vom Gründerzentrum auf der Löbtauer Straße nach Sporbitz zog.

Dresden hat schon vor Jahren an den Erfolg des Gewerbegebietes Sporbitz geglaubt. Im Verkehrsentwicklungsplan 2025 plus ist eine sogenannte Querspange Sporbitz vorgesehen. Sie soll eine attraktive Anbindung an die S 172 und weiter an die Autobahn schaffen. Erste Gedanken dazu gab es bereits Anfang der 2000er-Jahre, als noch eine Ortsumgehung Großluga diskutiert wurde. Doch nach Eröffnung der Autobahn waren weniger Autos auf der S 172 unterwegs. Die Ortsumgehung war vom Tisch. Nicht so jedoch die Verbindung zum Gewerbegebiet. Sie gehört zu den beschlossenen, aber noch nicht umgesetzten Maßnahmen des Dresdner Verkehrskonzeptes. Obwohl die Planungen dafür bisher nicht weiter vorangetrieben wurden, steht sie auch im neuen Heidenauer Flächennutzungsplan.

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1998 Erste Ideen und Gespräche;

2003 Grunderwerb;

27. Oktober 2004 Dresden und Heidenau unterzeichnen den gemeinsamen Vertrag;

12. April 2006 Symbolischer erster Spatenstich für die Erschließung, Abriss des alten Betonwerkes;

2008 Offizielle Übergabe des erschlossenen Gewerbegebietes;

2016 Einweihung des Neubaus der Huck Netz- und Seilwerke;

2018 Verkauf von zwei Grundstücken, Baustart, erste Fertigstellung. (SZ)

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