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In Weißenberg beginnt die Weihnachtszeit

Weißenberg. In dieser Woche wurden bei den Geha-Mühlen die ersten Backmischungen für das Jahresendfest produziert. Sieben Artikel gibt es.

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Von Kerstin Fiedler

Es ist schon etwas seltsam, wenn ich früh zur Arbeit komme und aus dem Fenster der Labor zieht Weihnachtsduft“, sagt Doris Buro, Geschäftsführerin der Geha-Mühlen Weißenberg. Dann hat Antje Wagner gerade Pfefferkuchen gebacken. Zur Probe, ob die Backmischungen auch stimmen. Denn seit dieser Woche läuft die Weihnachtsproduktion.

Die neue Abpackanlage, die Ende vorigen Jahres eingebaut wurde, ist gerade für das Schwarz-Weiß-Gebäck eingestellt worden. Die helle Mischung kommt von der einen Seite in die Beutel, die dunkle von der anderen. Auf dem Band kommen sie dann zusammen, werden weitergeleitet. Rotierende Gumminoppen greifen sich die gefaltete Schachtel, ziehen sie auseinander und legen sie in das untere Fach. Dort werden von vorn dann die Beutel eingeschoben, bevor ein Stück weiter auf dem Band die Schachtel zugeklebt wird.

„Bei dem Gebäck, das nur zwei Mischungen braucht, geht es relativ einfach“, erklärt Doris Buro. Die 500 000 Euro teure Anlage erleichtert die Arbeit schon enorm. Komplizierter ist es, wenn eine dritte Mischung, wie zum Beispiel bei der Eierschecke, oder noch andere Zutaten, wie bei der Dornröschen-Torte, dazu kommen. Die werden per Hand eingelegt. Die Dornröschen-Torte ist eine von zwei neuen Kuchenangeboten. Die Rosen bekommen die Weißenberger von Günthart Dekor, dem einzigen Hersteller solchen Zuckergebäcks in Deutschland. „Wir haben uns auf der Lebensmittelmesse Anuga in Köln kennen gelernt. Der Hersteller war schon länger auf der Suche nach jemanden, der seine Backmischungen mit den Dekoren verzieren wollte“, erzählt Doris Buro. In der Mischung selbst sind übrigens richtige Erdbeerstückchen. „Die sind je nach Ernteerfolg größer oder kleiner“, erklärt Reinhard Buro, der vor allem für die technischen Belange zuständig ist. Die zweite Neuigkeit ist der Bienchen-Kuchen, ein Bienenstich. „Bei der Entwicklung im vorigen Jahr wollten wir eigentlich auch die Mandeln mit einlegen. Doch plötzlich schnellte der Mandelpreis so hoch, dass wir das leider nicht machen konnten“, sagt die Geschäftsführerin. Dafür gibt es aber die aufwändige Masse, auf die die Mandeln dann obenauf kommen, dazu.

Mandelinchen ist ganz neu

Die Entwicklung einer neuen Backmischung dauert relativ lange. Immer wieder wird ausprobiert und gekostet. „Wenn dann nach der Einführung auch mal Kunden bei uns anrufen, freuen wir uns“, sagt die Geschäftsführerin. Auch dann, wenn mal etwas nicht so gelungen ist wie es die Backanleitung verspricht. „Dann können wir mit dem Kunden überlegen, was er verändern muss“, sagt Doris Buro.

Für die Weihnachtsproduktion 2006 kommt eine neue Plätzchensorte ins Angebot. Mandelinchen kann in verschiedenen Formen gestaltet werden. Anregungen dafür gibt es auf der Verpackung. Selbige wird übrigens in Gera produziert und ist noch gar nicht da. Die Entwürfe für die Gestaltung der Schachteln entstehen in Bautzen bei der Firma BildText Neumann.

Die Bestellungen für die sieben Weihnachtsprodukte gehen bis Ende Juli in Weißenberg ein. Im März schickte der Betrieb die Angebote, und im September werden die ersten Großmärkte beliefert.