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Industriepark-Klärwerk schafft Einiges

In Schwarze Pumpe lässt der Betreiber-Zweckverband Reinigungsanlagen erweitern.

Bei den 125 in Schwarze Pumpe ansässigen
Unternehmen
fällt zwar auch
Sanitär-, vor allem aber besonders anspruchsvolles Industrieabwasser an.
Bei den 125 in Schwarze Pumpe ansässigen Unternehmen fällt zwar auch Sanitär-, vor allem aber besonders anspruchsvolles Industrieabwasser an. © Foto: ASG / Tudyka.PR

Schwarze Pumpe. Es ist gerade einmal sieben Jahre her, dass für die Reinigung von Abwasser im Industriepark ein neues Klärwerk eingeweiht wurde. Stolze 20 Millionen Euro hat die Abwasserbehandlungsanlage (kurz ABA) II gekostet. Und kaum war sie fertig, da deutete sich an, dass sie von der Kapazität her nicht reichen wird.

In die Erweiterung flossen daher nun erneut Millionen. Im Herbst werde der „erhebliche Ausbau“ abgeschlossen sein, teilt die Standortmanagementgesellschaft ASG mit. Ein Vergleich zeige, was die ABA II in Zukunft können wird: „Die Anlage wird dann so leistungsfähig sein, dass das Abwasseraufkommen für eine Großstadt wie Dresden bewältigt werden könnte.“ Nötig gemacht hat die Erweiterung die wirtschaftliche Entwicklung im Industriepark. Vor allem der faktische Bau einer zweiten Papierfabrik von Hamburger Rieger, der fast beendet ist, bedeutet ein erhebliches Mehraufkommen an Industrie-Abwasser. ASG-Geschäftsführer Roland Peine sagt, das Ganze sei aber doch anders als die kommunalen Abwasser-Behandlung. Er spricht für den Industriepark von einer Hochlastreinigung: „Gereinigt werden muss hier unter anderem besonders dickes, hochbefrachtetes Abwasser, zum Beispiel Faserschlamm, der bei der Aufbereitung von Altpapier entsteht.“ Die erweiterte Anlage werde nun allmählich hochgefahren. Erforderlich macht das der Einsatz von Mikroorganismen, die bei der Reinigung helfen, indem sie bestimmte Stoffe zersetzen. Damit die Kleinstlebewesen effektiv arbeiten können, müssen die Bedingungen stimmen. „Mikroorganismen trainieren für mehr Abwasser in Schwarze Pumpe“, hat die ASG daher ihre Mitteilung über die Anlagen-Erweiterung überschrieben.

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Diese ist im übrigen nicht die einzige Infrastruktur-Baustelle, in die der kommunale Industriepark-Zweckverband von Spreetal und Spremberg derzeit Millionen steckt. Gebaut wird überdies an einem neuen Wasserwerk. Es soll Ende des Jahres in Betrieb gehen und bis zu 15.000 Kubikmeter Industriewasser am Tag liefern können.

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