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Industriepark: Jetzt sind die Bürger gefragt

Die Pläne zum IPO am Pirnaer Autobahnzubringer werden öffentlich ausgelegt. Die Macher lassen sich von Corona nicht entmutigen.

Die Vorbereitungen für den Industriepark Oberelbe (IPO) entlang dem Pirnaer Autobahnzubringer sind in einer entscheidenden Phase.
Die Vorbereitungen für den Industriepark Oberelbe (IPO) entlang dem Pirnaer Autobahnzubringer sind in einer entscheidenden Phase. © Archiv Daniel Förster

Informationsveranstaltungen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen gab es schon einige, jetzt gehen die Vorbereitungen für den Industriepark Oberelbe (IPO) in eine entscheidende Phase. Ab heute können Bürger, ob direkt betroffen oder nicht, Stellungnahmen zu den umfangreichen Plänen abgeben. Der Bebauungsplan für die 140 Hektar große Fläche entlang des Pirnaer Autobahnzubringers liegt in den Rathäusern in Pirna, Heidenau (Nordstraße) und Dohna sowie in der Geschäftsstelle des Zweckverbandes in Pirna zur Einsichtnahe aus. Bis 14. August können Bedenken und Anregungen formuliert werden.

Gleichzeitig sind 50 öffentliche Stellen aufgefordert, den Plan zu beurteilen und dazu eine Stellungnahme abzugeben. Die Themen sind dabei vielfältig und reichen von der verkehrlichen Erschließung des Gebietes über den Umgang mit dem Regenwasser bis hin zur Höhe der möglichen Produktions- und Werkhallen.

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Obwohl Dohna seinen Ausstieg aus dem Projekt erklärt hat, wird ein Plan für das ganze Gebiet präsentiert. Hintergrund ist, dass der kleinste der drei Partner den Zweckverband erst in zweieinhalb Jahren verlassen kann. Bis dahin läuft alles so weiter, als wäre Dohna weiterhin dabei.

Um den Interessenten reichlich Zeit für eine fundierte Stellungnahme zu geben, ist die gesetzliche Frist von vier auf sechs Wochen verlängert worden. Mehr noch: Der Zweckverband bietet am Montag, 6. Juli, eine Veranstaltung an, bei der jeder mit den Fachleuten ins Gespräch kommen kann. „Es hilft nichts, dem Bürger einen Aktenberg vorzulegen. Wir bieten am 6. Juli von 16 bis 19 Uhr in der Pirnaer Herderhalle den Raum für intensive Fachfragen“, sagt Zweckverbandssprecher Thomas Gockel. Wie auf einer Messe wird es verschiedene Stände zu den Themenblöcken Umwelt, Natur und Landschaftsbild, Verkehr, technische Medien, Siedlungswirtschaft, Lärmschutz, Baugrund und Geländeprofilierung geben.

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Auch wenn als Folge von Corona eine wirtschaftliche Rezession erwartet wird, sehen die IPO-Macher keinen Grund, den Industriepark anders zu planen oder zu streichen. In vielen Branchen werde ein Umdenken einsetzen, sagt IPO-Chefkoordinator Manfred Elsner. Das schafft neuen Bedarf. Nannten sie bislang Elektromobilität, Mikroelektronik, Bio-, Nano- und Kunststofftechnologie, Maschinen- und Anlagenbau als mögliche Branchen für den IPO, wird nun auch von Medizintechnik, Textil und Nahrungsmittel gesprochen. Ziel sei es, ab 2022/23 erste Ansiedlungen im neuen Gewerbepark zu ermöglichen.

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