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Preise in Sachsen bleiben stabil

Ein typischer Warenkorb kostet 0,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das ist deutlich weniger als gewöhnlich - und eine gute Nachricht für alle Verbraucher.

Viele Lebensmittel sind günstiger als vor der Krise. Das liegt auch an an der Senkung der Mehrwertsteuer.
Viele Lebensmittel sind günstiger als vor der Krise. Das liegt auch an an der Senkung der Mehrwertsteuer. © Sven Hoppe/dpa

Dresden. Äpfel und Fleisch sind teurer geworden, Gemüse und Speiseöl dagegen billiger: Ein Einkauf kostet in Sachsen insgesamt kaum mehr als vor einem Jahr. Das Statistische Landesamt in Kamenz teilte am Donnerstag mit, die Inflationsrate für einen typischen Warenkorb sei auf 0,2 Prozent gesunken. Das ist die Teuerung innerhalb eines Jahres.

Eine so geringe Inflationsrate ermittelten die sächsischen Statistiker zuletzt vor vier Jahren, im Mai 2016. Einen großen Beitrag zum insgesamt stabilen Preisniveau leisten Benzin, Diesel und Heizöl, die weit unter dem Niveau vom vorigen Jahr liegen. Benzin ist zwar in diesem Juli wieder etwas teurer geworden, aber noch immer 14 Prozent billiger als im Juli vor Corona.

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Reisekosten schießen in die Höhe

Die Senkung der Mehrwertsteuer zu Anfang Juli hat die Inflationsrate zusätzlich gedrückt. Nach den Erhebungen der Kamenzer Statistiker sanken die Preise von Juni zu Juli um 0,5 Prozent. Die Steuersenkungen schlugen sich auf rund 70 Prozent der Waren und Dienstleistungen nieder, die in dem Warenkorb der Statistiker enthalten sind. Nahrungsmittel wurden demnach von Juni zu Juli um insgesamt 3,0 Prozent billiger, sind im Jahresvergleich aber trotzdem um 1,2 Prozent teurer geworden.

Viele Händler nutzten die Mehrwertsteuersenkung für Werbung mit zusätzlichen Rabatt-Aktionen. Kleidung und Schuhe sind sowohl zum Juli billiger geworden als auch im Jahresvergleich. Das stellten die Statistiker beim Notieren der Preise auch bei Möbeln fest.

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Wer sich kurzfristig für eine Pauschalreise in diesem Sommer entschieden hat, musste im Juli fast 17 Prozent mehr bezahlen als noch im Juni. Dennoch waren diese Preise etwas niedriger als vor einem Jahr. Hotels und Pensionen warben im Juli noch mit Preisnachlässen, während Campingplätze und Feriendörfer teurer geworden sind. Die Wohnungskaltmieten in Sachsen sind innerhalb der letzten zwölf Monate um 0,7 Prozent gestiegen.

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