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Info-Tour zwischen Jugendclub und Landtag

Langebrück. Eine kleine Gruppe Neulußheimer weilte zu einer Stippvisite drei Tage in der Ortschaft.

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Von Hans-Werner Gebauer

Der Jugendklub im alten Gaswerk an der Lessingstraße macht einen guten Eindruck, stellten die Neulußheimer Gäste nach dem Besuch und Informationsgespräch in dieser Einrichtung übereinstimmend fest. Unter Leitung des Bürgermeisters Gerhard Greiner (SPD) waren neben den Gemeinderäten Heidi Roß und Klaus Thorn auch die Leiterin des Neulußheimers Kinder- und Jugendtreffs „Point“, Mäggie Scheckeler, und Kurt Dörrmann Mitglieder der Besuchsgruppe, die traditionell zum „Tag der Deutschen Einheit“ in der Partnergemeinde weilten.

Umfangreiches Programm

Das Programm enthielt den Besuch des Jugendklubs, des Feuerwehrmuseums und einen Treff mit den Abgeordneten des Ortschaftsrates. Infolge urlaubsbedingter Abwesenheit des Ortsvorstehers vertrat Ulrich Knöpfle die Ortschaft.

Im Jugendklub informierte der Vertreter des Stadtjugendrings Volker Schmöller die Gäste zunächst über Erreichtes und Zukünftiges. So wird es in den nächsten Tagen zu einer Zäsur im Jugendklub kommen, denn der Generationswechsel wird auch mit der Neuwahl des Jugendvereinsvorstandes personell vollzogen. Danach wird es zu den mittelfristigen Aufgaben vor Ort gehören, dass der Verein zunehmend wesentliche Elemente seines Daseins in Eigenregie verantwortet.

Jugendclub stellte sich vor

Mäggie Scheckeler verwies dabei auf ihre Erfahrungen aus der bereits zehnjährigen Tätigkeit im Neulußheimer Kinder- und Jugendtreff. Gleich ihr, waren sich die anwesenden Ortschaftsräte und Gäste einig, dass auch der Langebrücker Treffpunkt künftig von einem Sozialarbeiter betreut werden solle. „Selbständigkeit des Jugendvereins und Präsenz eines Sozialarbeiters schließen sich nicht aus“, beschrieb sie ihre Erfahrungen aus der Partnergemeinde.

Nach der Besichtigung des Gesamtobjekts und weiteren Gesprächen mit den anwesenden Jugendlichen besichtigten die Neulußheimer Gäste das Langebrücker Feuerwehrmuseum. Der Vorsitzende des Traditionsvereins der Freiwilligen Feuerwehr Langebrück Steffen Schütze offenbarte nach der Begrüßung „seine Schätze im Museum“ an der Hauptstraße.

Besuch im Landtag

Auch hier verbindet bereits eine fast 17-jährige Partnerschaft die Feuerwehren beider Gemeinden. Und unvergessen ist die große Bereitwilligkeit der Neulußheimer unmittelbar nach der politischen Wende, den Langebrückern ihren „Benz“ zur Verfügung zu stellen, der immerhin im Ort noch über zehn Jahre Dienst tat. Jetzt wird er als Traditionsfahrzeug durch den Feuerwehrverein er- und unterhalten. Mit dem Bau eines Carports an der Lessingstraße wird das Fahrzeug dort künftig seinen Standplatz haben. Auch im und am Museum ist einiges geschehen. So ist nunmehr das Dach des vormaligen Spritzenhauses saniert, sodass sich die Mitglieder des Vereins im Winter wieder der Präsentation ihrer „Museumsstücke und der Bearbeitung der Feuerwehrgeschichte widmen können“, wie Steffen Schütze die nächsten Aufgaben umriss.

Mit einem Eintrag in das Gästebuch des Museums verabschiedete man sich. Der Vorabend zum „Tag der Deutschen Einheit“ wurde mit einem Informationsaustausch in der Gaststätte „Zur Post“ beendet. Am Feiertag nahmen die Neulußheimer am Festakt im Dresdener Landtagsgebäude teil. „Die Rede von Joachim Gauck war für mich überzeugend und sollte auch uns im Westen sozialisierten Leuten zum Nachdenken anregen“, sagte Klaus Thorn, SPD-Gemeinderat in Neulußheim.