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Dresden

Ins Basteischlösschen zieht jetzt ein Club

Clemens Lutz ist für seine Kochsternstunden bekannt. Nun setzt er auch auf Partys.

Muss im Innern noch vieles umbauen, doch sein Konzept steht: Clemens Lutz betreibt im Basteischlösschen jetzt den Kobalt-Club.
Muss im Innern noch vieles umbauen, doch sein Konzept steht: Clemens Lutz betreibt im Basteischlösschen jetzt den Kobalt-Club. © Thomas Türpe

Lange war es still im Basteischlösschen am Terrassenufer. Das kleine, kupfergedeckte Gebäude gegenüber dem Italienischen Dörfchen schien verwaist zu sein, die Tore zur Terrasse waren geschlossen. Doch seit einigen Tagen tut sich was am Haus. 

Schon am Sonntag will Clemens Lutz hier seinen Club „Kobalt“ eröffnen, abgeleitet vom Erz, aus dem die wertvollste Farbe für Könige gewonnen wird.

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Lutz ist kein Unbekannter in Dresden, zum elften Mal fand dieses Jahr sein Menüwettbewerb "Kochsternstunden" statt. Außerdem betreibt er in den Kasematten unter der Brühlschen Terrasse eine Eventlocation, dort befindet sich auch die Produktionsküche für seine Caterings. „Bei dortigen Veranstaltungen bin ich immer wieder angesprochen worden, ob ich nicht auch kleinere Räume habe. Es ist schade, wenn man Interessenten absagen muss. Also war ich auf der Suche nach etwas Geeignetem und habe das jetzt im Basteischlösschen gefunden“, sagt der 49-Jährige. Dieses hat er von Familie Kosiol gemietet, die das Italienische Dörfchen betreibt.

Nun lässt der Gastronom das Basteischlösschen nach seinen Vorstellungen umbauen und neu einrichten. Ein bisschen wie moderner Jugendstil soll es aussehen, sagt Lutz, und 64 Personen im Innern Platz bieten. Dazu kommen rund 80 Plätze auf der Terrasse. „Perfekt für Hochzeiten und Feiern jeder Art“, sagt er.

Getränkepreise im oberen Drittel

Er hat zwei Konzepte für seinen Club. Freitags und sonnabends werden die Räumlichkeiten immer für private Feierlichkeiten reserviert sein. An den anderen Tagen von April bis Oktober gilt das Schönwetterprinzip. Ist es sonnig oder zumindest mild, wird ab 17 Uhr die Terrasse geöffnet. Gäste können sich ihr Getränk an der Bar holen und dann bei guter Musik den Blick auf die Augustusbrücke oder das Blockhaus genießen. Anders sei das personell nicht machbar, sagt Lutz. 

„Wenn kein Platz mehr frei ist, bieten sich auch die Stufen zum Sitzen an, es soll ganz ungezwungen sein“, sagt Lutz. Dazu gibt es vier bis fünf kleine Gerichte vom Grill, wie das klassische Surf & Turf mit Rinderfilet und Garnele, nur im Glas angerichtet. Preislich sieht Lutz seine Getränke im oberen Drittel. „Wir haben gute Produkte.“ Damit jeder sieht, ob das Basteischlösschen geöffnet hat, ist es täglich auf der Facebook-Seite Kobalt-Club vermerkt.

Alle zwei Monate steigt zudem eine Party im Kobalt-Club. Das sind alle vier Monate die Kochsternstunden-Weinpartys, bei denen Lutz mit dem Radebeuler Weinhändler Matthias Gräfe zusammenarbeitet. Ebenfalls im Vier-Monats-Rhythmus gibt es die Kobalt-Partys mit elektronischer Musik bekannter DJs. Praktisch für den Gastronomen ist es, dass die Küche in den Kasematten nur wenige Hundert Meter entfernt ist.

Im Italienischen Dörfchen ist viel passiert

Wenn Lutz am Sonntag um 17 Uhr öffnet, wird dies aber nur die Terrasse betreffen. „Im Inneren sind wir alles andere als fertig, deshalb wird es nur eine Baustelleneröffnung“, sagt er lachend.

Rund 100.000 Euro investiert er in den Innenausbau des Schlösschens. Der Vordereingang vom Terrassenufer soll übrigens immer geschlossen bleiben, hinein kommt man über die Treppe in Richtung Elberadweg. Auf dieser Ebene befinden sich auch die Toiletten.

Gegenüber im Italienischen Dörfchen ist inzwischen auch viel passiert. Nachdem Ende März das Schankhaus öffnete, kam im April Milchmädchens Kaffeehaus dazu und im Mai das italienische Restaurant Brunetti. Bei schönem Wetter ist die Terrasse geöffnet. Betrieben wird das gesamte Haus von Janet und Maik Kosiol, die es von ihrem Vorgänger Uwe Wiese übernommen haben. Gastronomie-Erfahrung haben die beiden vorher ausreichend in der Elbterrasse Wachwitz und dem Kitzo-Alpenstüberl gesammelt sowie in Vorgänger-Brunettis auf der Lauensteiner Straße in Striesen und am Neumarkt.

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