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Insolvenzverfahren eröffnet

Für die Papierfabrik Kübler & Niethammer in Kriebstein wird jetzt ein Insolvenzplan erstellt. Das passiert nicht zum ersten Mal.

In der Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein läuft die Produktion trotz des Insolvenzverfahrens weiter, auch wenn für diese Woche Kurzarbeit angesetzt ist.
In der Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein läuft die Produktion trotz des Insolvenzverfahrens weiter, auch wenn für diese Woche Kurzarbeit angesetzt ist. © Dietmar Thomas/Archiv

Kriebstein. Am Amtsgericht Chemnitz ist am 1. April offiziell das Insolvenzverfahren für die Kübler & Niethammer Papierfabrik AG in Kriebstein eröffnet worden. Das bestätigt Raik Kilper, Sprecher der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Beck & Partner GbR, in der auch Insolvenzverwalter Hubert Ampferl tätig ist. Es gehe nun darum, einen Insolvenzplan zu erarbeiten. „Trotz der Corona-Krise arbeiten wir mit Hochdruck daran“, so Kilper. 

Nachdem die Papierfabrik im Januar Zahlungsunfähigkeit angemeldet hatte, war zunächst ein vorläufiges Verfahren eröffnet worden. Schon bald konnte der Insolvenzverwalter einen Investor präsentieren. Die Schönfelder-Gruppe aus Annaberg-Buchholz übernahm zunächst den Vertrieb der im Markt etablierten Produkte und stellte die für die Produktion benötigten Rohstoffe zur Verfügung. 

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Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Am 25. Oktober findet eine Baustellenbesichtigung in Döbeln statt.

„Mit dieser sehr schnellen Entscheidung der Familie Cordier kann der Betrieb in Kriebstein weiterlaufen“, hatte Hubert Ampferl gesagt. Felix Cordier, Geschäftsführer der Schönfelder Papierfabrik: „Beide Unternehmen ergänzen sich ideal. Wir stellen unsere Produkte aus 100 Prozent Altpapier her und führen nicht nur eine Diskussion über Nachhaltigkeit, sondern leisten hierfür unseren Beitrag.“

Die Arbeit in der Kübler & Niethammer Papierfabrik läuft unterdessen weiter. Für die Woche vor Ostern wurde jedoch teilweise Kurzarbeit angeordnet. „Diese Zeit wird auch genutzt, um notwendige Wartungsarbeiten durchzuführen“, sagte Raik Kilper.Die Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG hatte am 17. Januar den Insolvenzantrag stellen müssen.

 Nach der letzten Insolvenz in den Jahren 2017/2018 hat das Unternehmen den Wechsel weg vom LWC-Papier hin zu Sorten mit besseren Margen eingeleitet und sich als einziger Anbieter für nass- und laugenfeste Etikettenpapiere aus 100 Prozent Altpapier etabliert. Namhafte Getränkehersteller drucken ihre Etiketten auf Papier mit dem Blauen Engel aus Kriebstein.Die Kübler & Niethammer AG, die auch ein Kraftwerk betreibt, war im September 2019 durch die Insolvenz ihres Gaslieferanten stark betroffen. 

Der Schaden betrug etwa eine Million Euro. Nachdem nahezu alle Lieferanten der Kübler & Niethammer AG für Rohstoffe, insbesondere Altpapier, Vorkasse verlangten, Kunden allerdings meist mit langen Zahlungszielen bezahlen, fehlte zuletzt die Liquidität, um die Produktion aufrecht zu erhalten.

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Die besondere Herausforderung bei der Fortführung der Papierfabrik Kübler & Niethammer bestand darin, dass die Mitarbeiter diesmal kein Insolvenzgeld erhalten. Aus eigener Kraft hätten die notwendigen Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes nicht zur Verfügung gestanden. Vor diesem Hintergrund zeigen sich die Geschäftsführung und der Insolvenzverwalter erleichtert, dass sich ein Investor gefunden hat.

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