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Insolvenzverwalter hat ein Auge auf Wachschutz

Der Sicherheits-Dienstleister DNZ ist insolvent. Ein Verkauf zur Rettung ist gescheitert.

Dresden. Die Dresdner DNZ Holding GmbH, Dach einer Unternehmensgruppe für Sicherheitsleistungen, hat am Montag Insolvenzantrag beim Amtsgericht Dresden gestellt. In finanzielle Schieflage ist die DNZ-Gruppe vor allem durch ein zu schnelles Wachstum geraten, erklärt Firmensprecherin Jutta Lorberg. Bis 2008 wurden mehrere Firmen hinzugekauft. Die dadurch entstandenen Kreditverbindlichkeiten sind jetzt zu viel für die Gruppe geworden. Insgesamt sind an den deutschlandweit zwölf Standorten 2 400 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz des Insolvenzantrages werden sie zunächst weiterarbeiten.

Die DNZ Holding bietet vorrangig Sicherheitsleistungen an wie etwa Objektschutz, Sicherheitspersonal in Museen, die Planung von Sicherheitskonzepten oder auch Personenschutz. Zu der Gruppe gehören die Dresdner Firma Conexis und das Wach- und Sicherungsinstitut DWSI, ebenfalls in Dresden ansässig. In den beiden sächsischen Gesellschaften sind rund 1 000 Mitarbeiter beschäftigt. Ihre Arbeitsplätze seien nicht in Gefahr, so Lorberg. „Die Tochtergesellschaften der DNZ-Gruppe sind profitabel und haben im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern können“, erklärt Gerrit Hölzle, der das Verfahren als Geschäftsführer und Experte für Insolvenzrecht begleiten wird. Er kommt von der Kanzlei Görg. Die Gruppe erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 61 Millionen Euro.

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Auf der anderen Seite stehen Kreditverbindlichkeiten im zweistelligen Millionenbetrag. Um diese zurückzahlen zu können, war ein Verkauf der Gruppe geplant. Einen ernsthaften Interessenten habe es gegeben. Allerdings ist der Verkauf vor wenigen Tagen gescheitert. Unterschiedliche Vorstellungen der Parteien haben für das vorläufige Aus gesorgt, so Lorberg. (sdn)