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Integration wird ein Baustein im Förderkonzept

Noch im Februar können Vereine und Selbstständige Konzeptideen einbringen. Im Moment wird schon am Gesamtplan gearbeitet.

Von Heike Heisig

Roßwein. Um nachhaltige soziale Stadtentwicklung geht es in einem neuen Förderprogramm. In das möchte Roßwein gern aufgenommen werden. Dafür benötigt die Stadt ein sogenanntes gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GIHK). Das wird vom Planungsbüro Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH Dresden gerade erstellt.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

Hier werden Fotos von Neugeborenen gezeigt, die aus Döbeln oder aus der Region kommen. Vielleicht ist auch Ihr Bild bald dabei?

„Wir sind dabei, wichtige Daten zusammenzutragen“, sagt Karl Krauß vom Planungsbüro. Gesammelt worden ist, welche sozialen Brennpunkte und Angebote es gibt. Erhebungen darüber, wie sich die Bevölkerung zusammensetzt, ändern sich durch die Bewegung im Flüchtlingsheim ständig. Trotzdem wird in dem Programm auf die Integration von Geflüchteten geachtet. „Vorschläge hat es dazu bereits gegeben. Da wir diese noch prüfen, möchte ich dazu nicht ins Detail gehen“, so Krauß.

Feststeht, dass die vom Bürgermeister gewünschte und auch vom Zukunftsworkshop begrüßte Stelle für einen Stadtteilmanager in das Gesamtkonzept aufgenommen ist. Die Bezugsperson soll als Ansprechpartner für alle fungieren, die in Roßwein mitgestalten wollen. Jemanden, bei dem die Fäden zusammenlaufen, der Angebote bündelt und bei Nachfrage vermitteln kann, vermissen Vereine wie auch Geschäftsleute. Das ist in der Zukunftswerkstatt immer wieder deutlich geworden.

Im Bauamt melden

Weiteren Bedarf und Ideen, wie die Defizite abgebaut werden können, haben Vereinsvertreter und auch die Inhaber von Geschäften/Betrieben Ende vergangenen Jahres beim Planungsbüro und der Kommune angemeldet. Wer sich noch vorstellen kann, ein Projekt in Angriff zu nehmen, das sozial schwachen Roßweinern hilft, den Alltag besser zu meistern, der kann sich bei Matthias Lange im Bauamt melden. Bis Ende Februar, so Karl Krauß, könnten Initiativen noch berücksichtigt werden. Derweil wägen die Mitarbeiter des Planungsbüros ab, welche bisher schon eingegangenen Vorschläge in Projekten münden könnten und förderfähig sind.

Bis 30. Juni dieses Jahres muss das gebietsbezogene Handlungskonzept fertig sein. Vordem wollen es die Planer noch den Stadträten vorstellen. Bis 15. Juli sollte es bei der Sächsischen Aufbaubank liegen, damit es berücksichtigt werden kann. Voraussichtlich im Herbst werden Roßwein und alle anderen Kommunen, die sich um Fördergeld aus diesem Programm bewerben, wissen, ob sie aufgenommen sind und Projekte umsetzen können. Dann winken Fördersätze bis zu 95 Prozent. Das Programm läuft zunächst bis zum Jahr 2020. Für die Stadt Roßwein wäre es ein Anschluss an das Stadtsanierungsprogramm, in dem Geld in die Infrastruktur geflossen ist und das nun abgerechnet wird.