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Interessante Rundgänge durch ein riesiges Haus

Das Kamenzer Lessing-Gymnasium hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen.

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Von Kerstin Unterstein

Schon mal vorab warfen künftige Schüler am Sonnabend interessierte Blicke in ihre künftige Bildungseinrichtung. Das Lessing-Gymnasium hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Die Bildungsempfehlungen für die Viertklässler gibt es in Sachsen zwar erst nach den Winterferien, aber die Gespräche mit Eltern und Lehrern sind weitestgehend abgeschlossen. So wissen die meisten Mädchen und Jungen, ob sie ab August ihr Weg aufs Gymnasium führen kann.

Das Motto beim Tag der offenen Tür am Sonnabend lautete dabei „Mach dich schlau! Sieh dich um!“ Und diese Chance nutzten gemeinsam mit vielen anderen zum Beispiel auch Elisa und Dustin mit ihren Muttis. Sie freuten sich, dass die Lessing-Gymnasiastin Lucretia Boden aus der Klasse 7c zu einer Führung durch ihre Schule einlud. Natürlich gab es in dem riesengroßen Schulhaus mit fünf Etagen und der modernen Sporthalle viel zu sehen. Aber eigentlich waren es gerade die kleinen Tipps, die den Rundgang so spannend machten. So standen die Grundschüler staunend vor dem ausführlichen Vertretungsplan mit beinahe unzähligen Kürzeln für die vielen Lehrer, der ab August dann auch für sie gelten soll.

Wie jedes Jahr hatten sich die aktuellen Lessingschüler und ihre Lehrer viel Mühe gegeben, den Schulalltag so interessant wie möglich vorzustellen. Das Schöne mit dem Nützlichen verbanden beispielsweise einige Zwölftklässler, die ihr Mikroskopier-Praktikum unter den neugierigen Augen vieler Besucher absolvierten. Und dass die lebenden Stabheuschrecken, die sogar angefasst werden durften, die heimlichen Stars bei den Jüngsten waren, schien klar. Viel Spaß hatten Elisa, Dustin und die anderen aber auch in den Fremdsprachenkabinetten. Da beide wohl die russische Sprache als zweite Fremdsprache wählen werden, nahmen sie schon mal Kontakt mit den doch ganz anderen Buchstaben auf. An der Tafel gab es zusätzliche Hinweise pro Russisch: Osteuropäische Sprachen haben Zukunft, stand da. Oder auch: Eltern und Geschwister können oft helfen.

Physikraum bestens besucht

Ab der sechsten Klasse wird es dann auch Physikunterricht geben, der mit zahlreichen spannenden Experimenten vorgestellt wurde. Die optischen Täuschungen oder der Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln waren dabei stets dicht umringt, was natürlich auch für den Chemieraum galt, in dem es ein bisschen zündelte. Zusätzlich wurden Angebote vorgestellt, die neben dem Unterricht stattfinden.

Die Vorfreude war den vielen Viertklässlern jedenfalls schon irgendwie anzumerken, aber auch die Anspannung, denn in dem großen Haus wird wohl so mancher in den ersten Schultagen Angst vor dem Verlaufen haben. Aber auch diese nahm die große Lucretia aus der 7c: „Da gewöhnt ihr euch ganz schnell dran…“