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Museumstag lockt Besucher nach Döbeln

Das Stadtmuseum sowie die Kleine Galerie hatten am Sonntag wieder geöffnet. Der Gästeandrang war verhalten.

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag kamen nur sehr wenige Besucher in die Flure des Stadtmuseums. Der Grund ist unter anderem die Mundschutz-Pflicht.
Zum Internationalen Museumstag am Sonntag kamen nur sehr wenige Besucher in die Flure des Stadtmuseums. Der Grund ist unter anderem die Mundschutz-Pflicht. © Erik-Holm Langhof

Mittlerweile ist es Tradition, dass das Döbelner Stadtmuseum sowie die Kleine Galerie zum Internationalen Museumstag in den Rathausturm locken. Auch in diesem Jahr war das der Fall, selbst wenn der Besucheransturm ausblieb.

Auch wenn die Kultureinrichtungen geöffnet hatten, die Corona-Krise macht auch ihnen zu schaffen, wie Leiterin Kathrin Fuchs weiß. „Die Hygienemaßnahmen, die wir einhalten müssen, schrecken die Besucher durchaus ab“, erzählt sie. 

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So müsse das Museum sich darum kümmern, dass jeder Besucher einen Mund-Nasen-Schutz trage sowie das ausreichend Desinfektionsmittel in den Räumen bereitstehe. „Es dürfen auch nur maximal sechs Personen auf den Aussichtsturm“, erklärt Fuchs.

So kam am Sonntag nur eine niedrige zweistellige Zahl an Gästen zu Besuch. Dennoch seien es mehr als erwartet gewesen, berichtet die Leiterin. „Wir können die Menschen verstehen, wenn sie nicht mit Mundschutz in das Museum gehen wollen. Das ist alles ein bisschen hinderlich“, resümiert sie. 

Trotz dessen sei das Team froh, dass überhaupt Besucher kamen. Darunter sogar ein Paar aus Leipzig, welches sich über das Internet informiert hatte.

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Gezeigt wurde im Museum die Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt samt der Möglichkeit zum Aufstieg auf den Rathausturm. Am sonnigen Wochenende war das sogar mit weiter Aussicht möglich. Zudem wurde die Sonderausstellung „Stilles Leben – Hexenritt“ des Dresdener Klaus Drechsler gezeigt. 

Darin finden sich Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und Plastiken des Künstlers, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert. Sie wurde bis zum 19. Juni verlängert.

Auch der Besuch des Döbelner Stiefels war für Gäste möglich. Für Familien hatte das Museums-Team einen „Stiefel-Comic“ vorbereitet, der in dieser Zeit eine Alternative für alle sonst organisierten Aktionen war. 

Mit diesem konnten Kinder und deren Eltern bei einem Entdecker-Rundgang auf der Muldeninsel eine Zeitreise mit dem Döbelner Stiefelchen machen. In diesem Heft konnten die Gäste jede Menge witzige Comics und Rätsel, die viel über die Geschichte der Stadt und das alte Döbelner Handwerk erzählen, finden.

Museum wieder regulär geöffnet

Wie die Museumsleiterin Kathrin Fuchs erzählt, habe die Kultureinrichtung nun auch wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet. „Mit den Hygienemaßnahmen können wir nun auch wieder mehr oder weniger im Normalbetrieb laufen“, erklärt sie.

Dennoch sei das Interesse derzeit sehr gering. Vor allem, weil das Museum keine Gruppen hereinlassen darf. Auch Führungen seien derzeit ausgesetzt und verhindern somit die sonstigen Besucherzahlen von etwa 40 bis 50 Gästen täglich. Doch so tragisch sei das derzeit nicht, meint Fuchs. 

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„Somit haben wir die Möglichkeit, noch einmal alle Sicherheitshinweise durchzugehen und eventuell nachzurüsten“, sagt sie. „Auch arbeiten wir derzeit an einer digitalen Form unseres Museums. Das soll in baldiger Zukunft für unsere Gäste angeboten werden.“

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