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Internationales Flair im Bergbaumuseum

Ein Freiwilligenprojekt unterstützt Welterbestätten. Davon profitiert auch Altenberg.

Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten stellt den internationalen Gästen im Altenberger Bergbaumuseum, der ehemaligen Zinnwäsche IV, das Modell des Bergbaubetriebes vor, der bis zur Wende mit seinen Schächten und Aufbereitungsanlagen das Ortsbild bes
Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten stellt den internationalen Gästen im Altenberger Bergbaumuseum, der ehemaligen Zinnwäsche IV, das Modell des Bergbaubetriebes vor, der bis zur Wende mit seinen Schächten und Aufbereitungsanlagen das Ortsbild bes © Egbert Kamprath

Multikulturell geht es derzeit im Altenberger Bergbaumuseum zu. 15 junge Erwachsene, die meisten von ihnen Studenten, engagieren sich beim mittlerweile sechsten internationalen Freiwilligenprojekt. Organisiert und unterstützt wurde die Aktion unter anderem vom Förderverein Montanregion Erzgebirge und dem Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge gemeinsam mit der Organisation European Heritage Volunteers. Letztere organisiert seit über 20 Jahren Freiwilligenprojekte, bei denen durch praktische Arbeit ein besseres Verständnis für Welterbestätten in Deutschland vermittelt wird.

Als Teil des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krusnohory begrüßt Altenberg zum ersten Mal die Teilnehmer dieser Aktion. Sie kommen aus Mexiko, Hongkong, den USA, Kasachstan, Südkorea, Brasilien, Spanien, Honduras, der Türkei und Indonesien.

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Zwei Wochen lang werden die jungen Leute im Bergbaumuseum sowie im Besucherbergwerk Zinnwald das Welterbe hautnah erleben und dabei etwas für dessen Erhalt tun. In der ehemaligen Altenberger Wäsche IV werden unter Anleitung eines Tischlermeisters Reparaturarbeiten am hölzernen Pochwerk durchgeführt, um den weiteren Betrieb der historischen Anlage für Vorführungen sicherzustellen. Im Zinnwalder Bünaustollen soll ein neuer Schauort entstehen, an dem die jahrhundertealte Abbautechnik des Feuersetzens demonstriert wird. Dabei wurden unter Tage Holzstapel entzündet. Anschließend schreckten die Bergleute das erhitzte Gestein ab, das daraufhin abplatzte. Erst der spätere Einsatz von Sprengstoff löste diese aufwendige und langwierige Methode ab.

Untergebracht sind die engagierten Helfer in der Zinnwalder Jugendherberge Jägerhütte, in der man wegen ausgefallener Gruppen- und Klassenfahrten gegenwärtig für jeden Gast dankbar ist.

Doch es wird nicht nur gearbeitet. Die Gäste sollen auch die Gegend im Osterzgebirge kennenlernen und besonders die bergbaulichen Besonderheiten auf beiden Seiten der Grenze mit ihrer über 500-jährigen Geschichte.

European Heritage Volunteers hat in zwei Jahrzehnten mehr als 200 Projekte organisiert, an denen fast 2.000 Freiwillige aus 67 Ländern teilgenommen haben.

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