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Investieren, bauen, weiter springen

Kreba-Neudorf bekommt nicht nur eine neue Turnhalle, auch der Sportplatz wird modernisiert. Welchen Nutzen hat das?

Sportunterricht der 3. Klasse bei Jana Graupner, Grundschulleiterin in Kreba-Neudorf. Weitsprunggrube und Anlauf, aber auch Laufbahn und der gesamte Sportplatz sind in einem so überholungsbedürftigen Zustand, dass sie in Kürze erneuert werden.
Sportunterricht der 3. Klasse bei Jana Graupner, Grundschulleiterin in Kreba-Neudorf. Weitsprunggrube und Anlauf, aber auch Laufbahn und der gesamte Sportplatz sind in einem so überholungsbedürftigen Zustand, dass sie in Kürze erneuert werden. © André Schulze

Dieses Jahr wird für die Sportler in Kreba-Neudorf ein ganz wichtiges. So viel und konzentriert in die Verbesserung der Sportinfrastruktur investiert wurde bisher noch nie in dem Ort. Dass die alte Turnhalle weichen muss und ein moderner Neubau an ihre Stelle tritt, war schon seit Längerem klar – auch wenn es im Zuge der Planungen zu einigen Verzögerungen kam. 

Seit der jüngsten Gemeinderatssitzung steht nun auch fest, dass sich auf dem benachbarten Sportplatz in den nächsten Monaten Entscheidendes tun wird. Die Räte beschlossen, die Erneuerung von Laufbahn und Weitsprunganlage zu vergeben. Beides wird zu 100 Prozent von den Kindern der Brüder-Grimm-Grundschule genutzt. Deshalb kann die Gemeinde 75.000 Euro Fördermittel aus dem Schulinvest-Programm in Anspruch nehmen. Weitere 25.000 Euro kommen aus der Pauschalzuweisung des Freistaates Sachsen für kleine Kommunen, die für Kreba-Neudorf 64.000 Euro beträgt.

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Parallel dazu soll der Rasenplatz umfangreich saniert werden – ebenfalls für etwa 100.000 Euro. Geplant sind moderne Be- und Entwässerungsanlagen. Das bedeutet, dass die Fläche zuerst umgeackert werden muss, danach Drainage und Beregnungsleitungen verlegt werden und schließlich Rasensamen in die Erde eingebracht wird. Dieser wiederum braucht einige Zeit, um den Kickern der SG Kreba-Neudorf ein ordentliches Spielfeld zu bieten. Die Förderung für das Projekt beträgt 50 Prozent, der Antrag des Sportvereins liegt noch in Dresden. Gemeinde und Verein wollen zusätzlich eigene Mittel und Arbeitsleistungen investieren. Laut Bürgermeister Dirk Naumburger soll mit beiden Projekten nach dem Ende des Sommer-, Sport- und Parkfestes begonnen werden. Die größte und publikumsstärkste Veranstaltung der Gemeinde findet traditionell am letzten Juli-Wochenende statt.

Für die Fußballer der SG Kreba-Neudorf, die sich nach ihrem 6. Platz in der gerade zu Ende gegangenen Kreisliga-Saison dann noch in der Punktspielpause befinden, bedeutet das, Training und Heimspiele in den nächsten Monaten anderswo durchzuführen. David Blümel, Abteilungsleiter der Mannschaft, nimmt die Umstände jedoch gelassen: „Wir hoffen, dass die Modernisierung des Platzes der ganzen Truppe einen Schub verleiht. Denn es ergeben sich ja wirklich einige Verbesserungen.“ So werde der aktuell nicht ganz rechteckige Platz neu vermessen. Zudem hoffe man durch die neue Be- und Entwässerungstechnik künftig auf ein sattes Grün. Und schließlich auch auf weniger Verletzungsgefahr, weil die harte Aschenbahn am Rande des Feldes durch eine Tartanbahn ersetzt wird. „Die kommende Saison werden wir auf dem Platz in See bestreiten, für ein paar Spiele können wir aber auch nach Mücka ausweichen“, erklärt Blümel die Kooperationen mit den beiden befreundeten Vereinen.

Auch Schüler und Lehrer der Krebaer Grundschule sehen den Arbeiten am Sportplatz schon mit Spannung entgegen. „Es ist wirklich höchste Zeit“, sagt Schulleiterin Jana Graupner. Die Weitsprunganlage könne momentan gar nicht mehr voll genutzt werden, weil der Anlauf-Gummi defekt sei und sich nach Regengüssen Pfützen bilden. Zudem müsse die Sprintstrecke zu Beginn jeder Sportstunde neu vermessen werden, weil es keine Markierungen gebe. „Während der Bauarbeiten gehen wir natürlich Kompromisse ein, aber die nehmen wir gern in Kauf“, sagt die Schulleiterin mit Blick auf das zu erwartende Ergebnis. Nach Informationen des Krebaer Bürgermeisters soll der komplette Sportplatz etwa Mitte 2020 fertig sein.

In Sachen Turnhalle gibt es schon in dieser Woche die nächsten Schritte. „Ab 28. Juni wird das alte Objekt abgerissen“, freut sich Dirk Naumburger. Darüber hinaus kann im Internet die Ausschreibung für den Rohbau der neuen Halle starten. „Zusätzlich werden wir alle infrage kommenden Firmen aus der näheren Umgebung über unser Projekt informieren, sodass wir Angebote von lokal agierenden Unternehmen bekommen.“ Der Bescheid über den jüngsten Änderungsantrag zur Planung der neuen Turnhalle steht zwar noch aus. Allerdings sei man mit den zuständigen Stellen in stetem Austausch, erklärt der Bürgermeister. Er hoffe, dass der Baubeginn im August oder September und der Abschluss des Rohbaus vor Wintereinbruch noch immer realistisch sei.

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