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Glashütte lässt weiter bauen

Die Arbeiten am Kirchenvorplatz haben begonnen. Auch an anderen Stellen wird bald gewerkelt. Noch nicht entschieden ist, was auf der Strecke bleibt.

Vor der Glashütter Kirche haben Arbeiten für die Umgestaltung des Platzes begonnen.
Vor der Glashütter Kirche haben Arbeiten für die Umgestaltung des Platzes begonnen. © Egbert Kamprath

Trotz der Corona-Krise wird in Glashütte gebaut. Ende März hat die Neugestaltung des Platzes vor der Sankt-Wolfgang-Kirche begonnen. Planmäßig, wie Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) versichert. Der Platz soll neu geordnet werden und zu einer Art städtischem Wohnzimmer werden. Hier soll auch ein Denkmal für den 2017 verstorbenen Unternehmer und Ehrenbürger Walter Lange errichtet werden. 

Der gebürtige Glashütter war maßgeblich daran beteiligt, dass es in seiner Heimatstadt  mit der Feinuhrmacherei nach dem Mauerfall wieder aufwärts ging und dass die Luxusuhrenfirma Lange wiedergegründet wurde. Dreßler hofft, dass die Arbeiten am Platz auch wie geplant Ende September abgeschlossen werden können und die Stadt das Denkmal zusammen mit der Uhrenfirma Lange einweihen kann. Glashütte rechnet hier mit Investitionskosten von rund 400.000 Euro. Das Denkmal selbst finanziert die Firma Lange.

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So sah der untere Teil der Straße Erbenhang vor der Sanierung aus. 
So sah der untere Teil der Straße Erbenhang vor der Sanierung aus.  © Egbert Kamprath
Im Juni 2019 war die Straße komplett gesperrt, um die Stützmauern errichten zu können.
Im Juni 2019 war die Straße komplett gesperrt, um die Stützmauern errichten zu können. © Dirk Zschiedrich
So sah die sanierte Anliegerstraße Erbenhang vor wenigen Tagen aus.
So sah die sanierte Anliegerstraße Erbenhang vor wenigen Tagen aus. © Egbert Kamprath

Doch nicht nur vor der Sankt-Wolfgang-Kirche lässt die Stadt arbeiten, auch an anderen Stellen sind Bauarbeiter im Auftrag des Rathauses tätig. So am Erbenhang. Hier ließ die Stadt den unteren Abschnitt dieser Anliegerstraße aufwendig erneuern. Dazu mussten unter anderem neue Stützwände errichtet werden. Inzwischen neigen sich die Arbeiten dem Ende zu, so Dreßler.

Ein paar Hundert Meter entfernt startete eine neue Baustelle. Die Firma Strabag hat Mitte April mit der Instandsetzung der Prießnitztunnel-Decke im Bereich Schillerstraße begonnen. In den nächsten Tagen soll auch mit der Errichtung einer Zisterne in Neudörfel begonnen werden, so Dreßler. Die Ausschreibung zum Neubau habe bereits stattgefunden, der Auftrag soll nach Abstimmung mit dem Technischen Ausschuss vergeben werden. Geplanter Baubeginn ist der 15. Mai. Einen Monat später beginnen Arbeiten am Gerätehaus in Schlottwitz. Unmittelbar an diesem Gebäude, das an der Müglitz steht, soll eine Löschwasserentnahmestelle errichtet werden. 

Das Gerätehaus der Schlottwitzer Feuerwehr steht an der Müglitz. Unweit davon soll eine Löschwasserentnahmestelle errichtet werden.
Das Gerätehaus der Schlottwitzer Feuerwehr steht an der Müglitz. Unweit davon soll eine Löschwasserentnahmestelle errichtet werden. © Egbert Kamprath

Insgesamt wollte Glashütte in diesem Jahr rund 4,5 Millionen Euro investieren. Das sah der Haushaltsplan vor, der Anfang des Jahres beschlossen wurde. Vorgesehen war unter anderen der Beginn der Sanierung der Glashütter Kita Sonnenuhr, die bis 2022 abgeschlossen sein und 640.000 Euro kosten sollte. Zudem sollte auch die Prießnitztalstraße in Glashütte auf Höhe des Sportplatzes für 650.000 Euro erneuert werden. Und auf dem Dorfplatz in Oberfrauendorf sollte mit dem Bau eines Gemeinschaftshauses für 700.000 Euro begonnen werden.

Da absehbar ist, dass Glashütte nicht mit den geplanten Gewerbesteuern in Höhe  von 5,6 Millionen Euro rechnen kann, werden wohl nicht alle Investitionen in Angriff genommen werden können. Deshalb entwickelt das Rathaus Szenarien, um später Prioritäten setzen zu können. "Grundsätzlich hoffe ich, dass wir zumindest einen Teil der geplanten Investitionen umsetzen können und mit den Aufträgen damit auch die regionale Wirtschaft unterstützen", so Dreßler. Derzeit ist absehbar, dass die Projekte, für die Glashütte 2020 keine Förderung erhalten wird, verschoben werden.

Im Glashütter Miniortsteil Neudörfel soll eine Zisterne errichtet werden.
Im Glashütter Miniortsteil Neudörfel soll eine Zisterne errichtet werden. © Egbert Kamprath

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Wegen der Corona-Krise gibt es keinen persönlichen Kontakt zwischen den Stadträten und den Rathausmitarbeitern. Trotzdem stimme man sich ab, so Dreßler. Seine Mitarbeiter und er bereiten wie gewohnt die Beschlussfassungen vor, die dann via E-Mail an die Abgeordneten gesendet werden. "Das Ziel ist, trotz der Krise handlungsfähig zu bleiben und notwendige Entscheidungen zu treffen. In dem Sinne liegt gerade in einer solchen Phase mehr Verantwortung beim Bürgermeister", so Dreßler. Dabei müsse er  auch in Kauf nehmen, dass man momentan nicht alle rechtlichen Formen exakt einhalten könne. 

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